Bärlauch, auch Allium ursinum genannt, ist eine Wildpflanze, die vor allem im Frühjahr als schmackhaftes Wildkraut in der Küche sehr beliebt ist. Sein Geschmack erinnert an Knoblauch und verleiht vielen Gerichten ein unverwechselbares Aroma. Trotz seiner Beliebtheit birgt das Sammeln von Bärlauch ein gewisses Risiko, da er leicht mit anderen giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen, Herbstzeitlose oder Aronstab verwechselt werden kann.

Bärlauch – Ein aromatischer Frühlingsbote mit Tücken

Bärlauch ist ein wahrer Frühlingsbote. Sobald die Temperaturen steigen und die Sonne häufiger scheint, sprießt er aus dem Boden und bereichert mit seinem aromatischen Geschmack viele Gerichte. Doch die dunkelgrünen, lanzettförmigen Blätter des Bärlauchs ähneln stark den Blättern von Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und Aronstab, was zu gefährlichen Verwechslungen führen kann.

Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Aronstab – gefährliche Doppelgänger

Maiglöckchen (Convallaria majalis) sind wunderschöne Pflanzen, deren Blätter denen des Bärlauchs stark ähneln. Sie enthalten jedoch Cardioglykoside, eine Gruppe von Verbindungen, die toxisch wirken und zu Herzrhythmusstörungen führen können.

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) blühen zwar im Herbst, ihre Blätter, die im Frühjahr erscheinen, können jedoch leicht mit Bärlauch verwechselt werden. Sie enthalten Colchicin, ein starkes Gift, das Übelkeit, Erbrechen und in schweren Fällen sogar Nierenversagen verursachen kann.

Aronstab (Arum maculatum) hat ebenfalls ähnliche Blätter wie Bärlauch. Es enthält Saponine, die beim Verzehr zu Reizungen der Schleimhäute, Durchfall und in schweren Fällen zu Atemnot führen können.

Bärlauch sicher erkennen – darauf sollten Sie achten


Um Bärlauch sicher zu erkennen und eine Vergiftung zu vermeiden, gibt es einige Punkte, auf die Sie achten sollten:

  1. Der Geruch:
    Eines der zuverlässigsten Merkmale zur Unterscheidung von Bärlauch und seinen giftigen Doppelgängern ist der Geruch. Bärlauch riecht stark nach Knoblauch, während Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Aronstab diesen Geruch nicht aufweisen. Achten Sie darauf, dass Sie beim Zerreiben der Blätter tatsächlich den Knoblauchgeruch wahrnehmen und nicht nur glauben, ihn zu riechen, weil Sie ihn erwarten. Es ist auch wichtig zu beachten, dass der Knoblauchgeruch an den Händen haften bleiben kann und dadurch die Geruchsprobe bei weiteren Pflanzen verfälschen könnte. Daher empfiehlt es sich, die Hände vor jeder neuen Geruchsprobe zu waschen oder zu desinfizieren.
  2. Die Blattform und -struktur:
    Bärlauchblätter sind weich und glänzend mit einem deutlichen Mittelnerv, während die Blätter von Maiglöckchen und Aronstab eher steif und matt sind. Herbstzeitlose haben keine Mittelrippe und ihre Blätter sind etwas fleischiger und breiter als die des Bärlauchs.
  3. Die Blüten:
    Bärlauch blüht von April bis Juni und hat sternförmige, weiße Blüten, die in einer Dolde zusammenstehen. Maiglöckchen hingegen haben kleine, glockenförmige Blüten, die an einem langen Stängel hängen. Herbstzeitlosen blühen, wie der Name schon sagt, im Herbst und nicht im Frühling. Der Aronstab hat eine auffällige, grünlich-weiße Blüte, die sich stark von der des Bärlauchs unterscheidet.
  4. Der Standort:
    Bärlauch bevorzugt schattige, feuchte Wälder und Auen. Er wächst oft in großen Beständen und bildet regelrechte Bärlauchteppiche. Maiglöckchen und Aronstab sind auch in Wäldern zu finden, während Herbstzeitlosen eher auf Wiesen und Weiden vorkommen.

Prägen Sie sich diese Unterscheidungsmerkmale gut ein, bevor man sich auf die Suche nach Bärlauch macht. Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber auf das Sammeln verzichten. Die Folgen einer Vergiftung können sehr ernst sein und reichen von Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen.

Fazit: Bärlauch ist ein schmackhaftes Wildkraut, das viele Gerichte bereichert. Leider ähnelt er optisch stark einigen giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Aronstab, was zu gefährlichen Verwechslungen führen kann. Daher ist es wichtig, vor dem Sammeln von Bärlauch die Unterschiede genau zu kennen und sicher zu sein, dass man die richtige Pflanze erkennt.

Bei Unsicherheit sollte man immer auf das Sammeln verzichten und Bärlauch lieber im Fachhandel kaufen. Es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen, als das Risiko einer schweren Vergiftung einzugehen.

Passend zum Thema:

Besuchen Sie uns auch auf Facebook

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)