Was soll nicht alles an Inhaltsstoffen in sogenannten „Chemtrails“ sein: Aluminium, Barium, Strontium und sonstige Chemikalien, die alle nur einen Zweck haben: Die Menschheit wahlweise zu vergiften, auszumerzen oder zu verdummen. Dabei gibt es ein viel offensichtlicheres Ereignis, bei dem diese Chemikalien tonnenweise in die Luft geschleudert werden, und das noch nicht einmal in mehreren Kilometern Höhe, sondern so nahe, dass sie auch meist dort niederschlagen, wo sie ausgebracht wurden: Bei Feuerwerken!
Die Chemie von Feuerwerken
Im Wesentlichen ist eine explodierende Feuerwerksrakete eine Aneinanderreihung von chemischen Reaktionen, die gleichzeitig oder in schneller Folge ablaufen. Durch die Hitze gibt man einer Rakete Aktivierungsenergie, welche die chemischen Reaktionen innerhalb der Rakete in Gang setzt.
Die festen, chemischen Verbindungen in der Rakete reagieren durch die Hitze mit dem Sauerstoff in der Luft, brennen und wandeln sich um, wodurch Rauch und Abgase wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Stickstoff freigesetzt werden.
Wie entstehen die Farben bei einem Feuerwerk?
Verschiedene Chemikalien und Metalle erzeugen die vielen, verschiedenen Effekte. Die Inhalte von Raketen, Böllern und anderem Effektmaterial zu Silvester sei hier einmal aufgezählt:
Aluminium
- erzeugt silberne und weiße Flammen und Funken, findet sich üblicherweise in Wunderkerzen
Antimon
- ist kein Pokémon, sondern erzeugt Glitter-Effekte
Barium
- Chemtrails könnten so deutlich eigentlich sein: Barium ist für grüne Farben verantwortlich
Kalzium
- tief einatmen, denn Kalzium ist gesund, zudem erzeugt es orange Farben
Kohlenstoff
- erzeugt gar keine Farbe, ist aber essentiell für ein Feuerwerk, denn es ist Hauptbestandteil des Schwarzpulvers
Chlor
- ist ein Bestandteil vieler Oxidationsmittel in den Raketen, auch die Metallsalze enthalten oftmals Chlor
Kupfer
- sollte eigentlich in Chemtrails sein, denn es erzeugt blaue Farbe… also prima geeignet „unsichtbare Chemtrails“ zu erzeugen
Eisen
- erzeugt ebenfalls Funken, wobei die Hitze die Farbe der Funken bestimmt
Lithium
- gängig ist Lithiumcarbonat, damit knallt es schön rot
Magnesium
- blendet so richtig, denn es erzeugt beim Verbrennen ein sehr helles Weiß
Phosphor
- kennt man aus Leuchststäben, wird in Feuerwerkskörpern aber als Bestandteil des Treibstoffs benutzt, da es spontan mit Sauerstoff reagiert und brennt
Natrium
- es wird gülden am Himmel, wenn Natrium verbrennt, goldene und gelbe, oftmals sehr helle Farben
Schwefel
- erkennt man sehr gut am Geruch und ist Bestandteil des Schwarzpulvers
Strontium
- stabilisiert die chemischen Mischungen und knallt ebenfalls rot
Zink
- macht nix, außer Asthmatiker zu nerven, denn es erzeugt sehr viel Qualm
Daneben finden sich noch andere Chemikalien und Schwermetalle in Feuerwerkskörpern. Früher wurden auch noch giftigere Stoffe wie Rubidium und Kadmium verwendet, finden aber heutzutage, zumindest hierzulande, keine Anwendung mehr.
In Listen von pyrotechnischen Chemikalien finden sich aber immer noch Stoffe wie diverse Bleiverbindungen, Chlorate und Quecksilber, die sich dann auch oftmals in selbstgemachten oder aus China importierten Feuerwerkskörpern nachweisbar sind.
Der Feinstaub
Diese ganzen, hübschen Chemikalien finden sich dann also in dem von Feuerwerkskörpern erzeugten Rauch und bilden ein Sammelsurium an toxischen Stäuben, auch Feinstaub genannt. Feinstaub ist prima dafür geeignet, durch Einatmen direkt in die Lunge zu gelangen und sich dort festzusetzen… schöner kann man sich eigentlich nicht selbst vergiften, als bei einem Großfeuerwerk tief einzuatmen.
Fazit
Der Krach bei Feuerwerken ist ja, besonders für Tiere, schon schlimm genug, von den Notaufnahmen, in denen Betrunkene landen, die Raketen zwischen ihren Pobacken abschießen wollen, wollen wir gar nicht erst anfangen.
Neben der Luft- und Wasserschmutzung haben wir aber noch ein weiteres, großes Problem: Die Lungenverschmutzung. Und dazu braucht es keine Verschwörungsschwurbelei über Chemtrails.
Quellen:
Backcountry Attitude
ThoughtCo
EarthSky
ExplainThatStuff
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