Die Behauptung
Im Zusammenhang mit einem angeblichen Staatsstreich in China soll es in Peking eine mächtige Explosion gegeben haben.
Unser Fazit
Die Gerüchte über einen Staatsstreich können derzeit weder bestätigt, noch dementiert werden, die Explosion jedenfalls fand bereits 2015 in China statt.
Bislang ist es ein reines Internet-Gerücht, dass Chinas Staatschef Xi Jinping abgesetzt und nach seiner Rückkehr von einem Staatstreffen im usbekischen Samarkand unter Hausarrest gestellt wurde. Und wie es nun mal mit Gerüchten ist: Profilierungssüchtige Nutzer springen auf den Zug mit drauf und verbreiten vermeintlich exklusives Material einer Situation – welches sich häufig als Falschbehauptungen erweist.
So wie mit dem Video, welches angeblich eine Explosion in Peking im Zusammenhang mit dem angeblichen Staatsstreich zeigt.
Das angeblich aktuelle Video
Das Video ist je nach Quelle 45 oder 51 Sekunden lang und zeigt eine nächtliche Explosion in einer Stadt, aus einem Fenster heraus gefilmt.

Entsprechend verschwörerisch kling auch der Text dieses und anderer Tweets:
„Aufnahmen von großen Explosionen aus Peking während des China-Putsches gegen Xi Jinping. China ist in Aufruhr! Xi Jinping ist verschwunden! Ist dies ein Putsch? Wurde er ermordet und ich decke ein militärisches Geheimnis auf, über das niemand spricht?“
Das Video ist bereits von 2015!
Das Video wurde bereits im August 2015 auf YouTube hochgeladen:
Mehrere Medien berichteten über die Explosion in Tianjin, unter anderem Euronews, BBC, The Guardian und ARD:
Damals explodierten die Lagerhäuser von Ruihai International Logistics in Tianjin. Ermittlungen nach den Explosionen ergaben, dass diese viel zu nahe an Wohnhäusern gebaut wurden und mehr gefährliche Chemikalien lagerten, als erlaubt war, darunter 700 Tonnen hochgiftiges Natriumcyanid. 173 Menschen kamen bei der Explosion ums Leben.
Fazit
Ob es wirklich einen Staatsstreich in China gegeben hat, kann bisher noch nicht bestätigt werden, zum jetzigen Zeitpunkt handelt es sich um ein reines Internet-Gerücht. Die in dem Zusammenhang verbreitete Aufnahme einer Explosion ist jedoch bereits sieben Jahre alt und stammt zwar aus China, hat aber mit eventuellen aktuellen Ereignissen nichts zu tun.
Auch interessant:
IKEA soll angeblich seine Filialen in Deutschland schließen. – Dieses Gerücht wird auf Telegram verbreitet, wie uns ein Nutzer informierte.
– IKEA schließt keine Filialen in Deutschland
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:
📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.
Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!
* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!
Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

