In der Welt der sozialen Medien tut sich erneut etwas Großes: Facebook und Instagram, die Giganten unter dem Dach des Meta-Konzerns, lassen eine alte Ära wiederaufleben. Noch in diesem Monat werden europäische Nutzer die Möglichkeit haben, sich vom Rhythmus der algorithmischen Feeds zu lösen und stattdessen durch chronologische Feeds Inhalte von Personen zu entdecken, denen sie folgen. Eine bemerkenswerte Wendung, die eine Reise zurück zu den Anfängen dieser Plattformen verspricht. Doch was steckt hinter dieser Veränderung?

Das Comeback der chronologischen Feeds (neueste zuerst, älteste zuletzt): Ein Schritt in die Vergangenheit

Der Meta-Konzern, Mutter von Facebook und Instagram, hat offiziell angekündigt, dass die chronologische Anordnung der Beiträge wieder eingeführt werden wird. Europäische Nutzer werden bald die Wahl haben, sich von den algorithmischen Empfehlungen zu lösen und eine Reihenfolge zu erleben, die sich am Entstehungszeitpunkt der Inhalte orientiert. Diese Veränderung verspricht eine Rückkehr zu einem simpleren, linearen Feed, der das Stöbern durch Posts zu einer zeitlichen Reise macht. Die Frage bleibt allerdings vorerst offen, ob die Nutzer dann tatsächlich alle Posts sehen, die ihre Freunde absetzen, oder alle neuen Post von gefolgten Seiten oder neue Beiträge aller Gruppen.

Ein Schritt im Einklang mit dem Digital Services Act

Die Wiederkehr der Chronologie ist jedoch keine spontane Entscheidung von Meta. Sie steht im Einklang mit dem Digital Services Act der Europäischen Union, der die Regulierung digitaler Plattformen in Europa vorsieht. Als einer der „Gatekeeper“ ist Facebook dazu verpflichtet, bestimmte Auflagen zu erfüllen, um eine gesunde digitale Umgebung für seine Nutzer zu gewährleisten. Die Option, den algorithmischen Feeds den Rücken zu kehren und Inhalte in chronologischer Reihenfolge anzuzeigen, ist eine direkte Antwort auf diese Anforderungen.

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Ein Schritt zurück, um nach vorne zu gehen

Die Rückkehr zu chronologischen Feeds ist nicht nur ein nostalgischer Schritt, sondern auch ein kluger Schachzug von Meta. Indem die Nutzer wieder mehr Kontrolle über ihre Nutzer-Erfahrung auf der Plattform bekommen, könnte der Techriese so das Vertrauen in die eigenen Plattformen stärken und gleichzeitig dem regulatorischen Druck der EU nachgeben. Diese Veränderung zeigt, dass die Technologiebranche bereit ist, auf die Anliegen der Gesellschaft einzugehen und gleichzeitig Innovationen voranzutreiben. Allerdings musste diese Erkenntnis dem Konzern erst regulatorisch nahegebracht werden.

Faktenchecks

Behauptung 1: Europäische Nutzer von Facebook und Instagram können bald Inhalte von Personen, denen sie folgen, in chronologischer Reihenfolge sehen.
Faktencheck 1: Richtig. Der Meta-Konzern hat angekündigt, dass diese Option für europäische Nutzer in Kürze verfügbar sein wird.

Behauptung 2: Die Rückkehr zu chronologischen Feeds ist eine Reaktion auf den Digital Services Act der EU.
Faktencheck 2: Richtig. Die Änderung ist eine Antwort auf die Regulierungsvorschriften des Digital Services Act, die von Gatekeepern wie Facebook verlangen, bestimmte Auflagen zu erfüllen.

Behauptung 3: Die algorithmischen Feeds werden durch diese Änderung nicht vollständig beseitigt.
Faktencheck 3: Richtig. Die Änderung ermöglicht es den Nutzern, zwischen algorithmischen Empfehlungen und chronologischer Anordnung zu wählen.

Behauptung 4: Die Rückkehr zu chronologischen Feeds könnte das Vertrauen der Nutzer stärken.
Faktencheck 4: Korrekt. Die größere Kontrolle über die Feeds könnte das Vertrauen der Nutzer in die Plattformen erhöhen.

Behauptung 5: Andere Unternehmen wie Apple und Google werden ebenfalls von der EU reguliert.
Faktencheck 5: Richtig. Unternehmen wie Apple und Google fallen ebenfalls unter die besondere Aufsicht der europäischen Marktwächter aufgrund ihrer Marktmacht.

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Fazit:

Die Rückkehr zu chronologischen Feeds auf Facebook und Instagram ist nicht nur ein nostalgischer Schritt, sondern lt. Meta auch eine strategische Entscheidung, um den Nutzern mehr Kontrolle zu geben und gleichzeitig den regulatorischen Vorgaben der EU zu entsprechen. Diese Veränderung könnte eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten schaffen: Nutzer erhalten eine vertrautere Nutzungserfahrung, während Plattformen ihre Verpflichtungen erfüllen und ihre Attraktivität steigern. In einer sich ständig verändernden digitalen Landschaft ist es ermutigend zu sehen, wie Unternehmen auf die Bedürfnisse der Nutzer reagieren und gleichzeitig innovative Wege beschreiten, um in die Zukunft zu gehen. Manchmal müssen die Konzerne aber auch knallhart gezwungen werden, Verbraucherschutz durchzusetzen… Auch, wenn das bedeutet, alten Wein in neuen Schläuchen zu servieren.

Quelle:

Facebook
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