Erst vor Kurzem haben wir über das Straßenschild in Düsseldorf, das um einen arabischen Schriftzug ergänzt wurde, berichtet (HIER).
Dies war Vorreiter für den Plan, in jedem Stadtbezirk ein Straßenschild in anderer Sprache anzubringen. Damit soll – wie der Integrationsrat von Düsseldorf im Mai 2022 beschlossen hatte, das internationela Flair der Stadt unterstrichen werden. Es sollen Schilder in verschiedenen Schriftzeichen wie eben beispielsweise Arabisch oder Kyrillisch angebracht werden.

Nun wurde das Schild mit arabischer Schrift, das eben nach dieser Idee aufgestellt wurde, überklebt – auf rassistische Art und Weise.

Geschmacklos rassistisch

Samy Charchira und Hakim El Ghazali, Ratsherren der Stadt Düsseldorf, berichteten davon auf Twitter sowie in einer Pressemitteilung auf Facebook.

Wie Hakim El Ghazali auf Facebook schreibt, zeigte das Schild einen Ritter auf einem Pferd, der mit vorangestreckter Lanze Menschen verfolgt. Auf dem Schild der Ellerstraße wurde ein Schildimitat mit dem Schriftzug „Karl-Martell-Straße“ aufgeklebt.
Weiters wurde ein Pappschild mit den Sprüchen „Fortbestand des christlichen Abendlandes“ und „Ende der islamischen Landnahme in Europa“ am Schildermasten angebracht.

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Laut Hakim El Ghazali soll hinter diesem Akt die rechts-orientierte Gruppierung „Revolte Rheinland“ stehen. Diese hatte auf Twitter darüber berichtet.

Die verunstalteten Schilder wurden entfernt, Anzeige wurde erstattet.

Eine Polizei-Sprecherin bestätigte, dass der Staatsschutz die Ermittlungen zu dieser „Aktion“ übernommen habe.- „Auch in Richtung der Gruppe „Revolte Rheinland“ laufen die Ermittlungen“, berichtet die Rheinische Post.

„Düsseldorf ist und bleibt bunt und tolerant.“

„Die Beschädigung der Schilder ist aber ein Beispiel für den anhaltenden Rassismus und Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft“, äußerten sich die Grünen Düsseldorf zu diesem Vorfall, berichtet t-online.

Quelle:

Rheinische Post, t-online

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