Vorschussbetrug – Der Wolf im Schafspelz

Im Internet stoßen wir oft auf eine Fülle von Informationen, Kontakten und Möglichkeiten. Aber genauso wie das World Wide Web uns Wissen und Freundschaften bietet, so bringt es auch Risiken mit sich.

Vor allem der Vorschussbetrug hat schon viele Online-Nutzer auf dem falschen Fuß erwischt. Doch was verbirgt sich hinter dieser Masche?
Sie surfen auf Facebook und stolpern plötzlich über den herzzerreißenden Kommentar eines Unbekannten. Er möchte sein Vermögen spenden. Ein Beispiel:

“Entschuldigen Sie diese Art der Kontaktaufnahme,
Ich gebe diese Informationen auf diese Weise weiter, weil ich mein Vermögen an eine Person spenden möchte, die an GOTT glaubt. Anscheinend leide ich an Kehlkopfkrebs im Endstadium, mein behandelnder Arzt hat mir gerade mitgeteilt, dass meine Tage aufgrund meines sich verschlechternden Gesundheitszustandes gezählt sind. Ich plane, mein gesamtes Vermögen zu spenden, da ich eine Summe von 585.000 Euro auf meinem Konto habe und diese nicht der Bank überlassen möchte. Ich suche jemanden, der mein Vermögen erben kann. Wenn also jemand daran interessiert ist, mein Eigentum zu erben, kann er mich per E-Mail kontaktieren, um mehr Gründe für meine Spende zu haben. E-Mail: [email protected]
DANKE.“

Es wäre leicht, diesen Worten Glauben zu schenken, doch leider steckt oft eine Täuschung dahinter.

Was genau ist Vorschussbetrug?

Das Wichtigste zuerst: Bei einem Vorschussbetrug wird versucht, eine Person zu ködern, indem man ihr hohe Geldsummen oder andere Vorteile verspricht. Der Haken? Um an das versprochene Vermögen zu gelangen, muss das Opfer zunächst „kleine“ Beträge zahlen.

Die vielen Gesichter des Vorschussbetrugs

  • Die traurige Geschichte
    Das oben genannte Facebook-Beispiel spielt geschickt mit unseren Emotionen. Oft verpackt in Geschichten über schwere Krankheiten oder tragische Schicksale wird versucht, unser Mitgefühl auszunutzen.
  • Lotteriegewinne und Erbschaften
    Das Telefon klingelt. Eine unbekannte Stimme informiert Sie über einen plötzlichen Lottogewinn. Doch um an das Geld zu kommen, muss man eine Gebühr bezahlen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Auch diese Methode wird häufig angewandt.
  • Die romantische Masche
    In Zeiten von Tinder und Co. haben Betrüger Hochkonjunktur. Sie geben sich auf Dating-Plattformen als der perfekte Partner aus. Doch wenn das Vertrauen erst einmal hergestellt ist, geht es um das eigentliche Ziel: Geld.
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Rote Flaggen erkennen

Wie kann man sich in diesem digitalen Minenfeld zurechtfinden?

  • Unerwartete Kontaktanfragen: Ein völlig Fremder, der Ihnen Geld anbietet, sollte immer Misstrauen bei Ihnen wecken.
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler: Schnell zusammengeworfene Nachrichten können oft durch ihre schlechte Qualität oder Fehler in Übersetzungen entlarvt werden.
  • Dringlichkeit: Wenn Druck aufgebaut wird, sofort zu handeln, sollten Ihre Alarmglocken schrillen.

Wie kann man sich schützen?

  • Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl: Das ist oft ein gutes „Gespür“, wenn es gilt, Ungereimtheiten aufzudecken.
  • Teilen Sie keine persönlichen Informationen: Ihre Daten gehören Ihnen! Geben Sie sie nicht leichtfertig preis.
  • Melden Sie verdächtige Aktivitäten: Jede Meldung hilft, andere zu schützen und Betrüger zu stoppen.

Fazit

Das Internet ist zwar eine Fundgrube für Wissen und Kontakte, hat aber auch seine Schattenseiten. Mit einem kritischen Auge, einem gesunden Misstrauen und gut informiert ist es jedoch möglich, sich wirksam gegen die Gefahren zu wappnen und sich sicher durch die Weiten des Internets zu bewegen.

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MIMIKAMA

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