Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro verharmlost seit Beginn der Pandemie das Coronavirus. Nun wird wegen Fakenews gegen ihn ermittelt.

Brasiliens Präsident Bolsonaro ist mittlerweile bekannt dafür, dass er das Coronavirus verharmlost. So lehnt er Schutzmaßnahmen und auch Einschränkungen ab.

Fakenews zum Coronavirus verbreitet er massenhaft in sozialen Medien. Im Oktober hatte Bolsonaro in einer Live-Übertragung in sozialen Medien einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung und Aids hergestellt.

Er zitierte „offizielle Berichte“ der britischen Regierung, wonach man nach einer Impfung schneller ein Immunschwächesyndrom entwickeln solle. Quellen oder Belege lieferte er keine. Darauf haben Facebook und YouTube reagiert und sein Benutzerkonto eingeschränkt, das Video wurde gelöscht.

„Wir haben ein Video von Jair Bolsonaros Kanal entfernt, weil es gegen unsere medizinischen Desinformationsrichtlinien zu Covid-19 verstößt“, erklärte YouTube dazu.

Die Behauptung wurde zwischenzeitlich widerlegt, die britische Regierung gibt an, dass derartige Berichte nicht existieren. Auch teilte ein brasilianischer Ärzteverband mit, dass es keine Erkenntnisse zu Zusammenhängen zwischen den Corona-Impfstoffen und Aids gibt.

Bolsonaro wird auch vorgeworfen, den Kauf von Corona-Impfstoffen ausgeschlagen und zeitlich hinausgezögert zu haben.

Justiz ordnet Ermittlungen an

Wegen seiner Falschaussagen zum Coronavirus und der Pandemie soll nun die Justiz gegen Bolsonaro ermitteln. Dies hat ein Richter am Obersten Gericht des Landes angeordnet, wie in einer Mitteilung vergangenen Freitag (Ortszeit) bekannt gegeben wurde.


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Quelle: Die Presse, ZDF

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