Gefälschte FinanzOnline-Mails im Umlauf

Aktuell sind gefälschte E-Mails im Umlauf, die sich als Nachrichten des österreichischen Finanzamtes ausgeben. Diese Betrugsversuche sind so raffiniert gestaltet, dass selbst vorsichtige Internetnutzer täuschen könnten.

Autor: Ursula Teddy

Das Täuschungsmanöver: Wie die Betrugs-E-Mails von Finanzonline aussehen

Die gefälschten E-Mails wirken auf den ersten Blick authentisch. Der Absender erscheint als „FinanzOnline“, und der Betreff verleitet dazu, die Nachricht ernst zu nehmen: „Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben zur zusätzlichen Verpflichtung.“ Der Inhalt der Mail ist präzise formuliert und fordert die Empfänger auf, einem Link zu folgen, um ein wichtiges Dokument zu überprüfen. Doch dieser Link führt in eine Falle.

gefälschte Mail von Finazonline
Gefälschte Mail „Finanzonline“

Der gefährliche Link: Was passiert, wenn man klickt

Folgt man den Anweisungen und klickt auf den Link, landet man auf einer gefälschten Webseite. Diese informiert über eine angebliche Rückerstattung und fordert zur Eingabe sensibler Bankdaten auf. Hier beginnt die eigentliche Gefahr: Die Betrüger verschaffen sich Zugang zu den Online-Banking-Daten, indem sie die Opfer auf täuschend echte Login-Seiten verschiedener Bankinstitute umleiten.

gefälschte Bankzugänge
Gefälschte Bankzugänge

Betrüger, die Zugang zu Online-Banking-Daten erhalten, können eine Vielzahl von schädlichen Aktivitäten durchführen. Hier sind die Top 5 Gefahren, die sich aus einem solchen Zugriff ergeben:

  1. Geldtransfers: Die offensichtlichste und unmittelbarste Gefahr ist, dass Betrüger Geld von den Konten ihrer Opfer auf eigene Konten oder die von Mittelsmännern überweisen. Solche Transaktionen können innerhalb von Minuten durchgeführt werden, was die Rückverfolgung und Rückbuchung erschwert.
  2. Identitätsdiebstahl: Mit Zugang zum Online-Banking können Betrüger persönliche Informationen wie Adresse, Geburtsdatum und weitere vertrauliche Daten einsehen. Diese Informationen können für Identitätsdiebstahl genutzt werden, um in Ihrem Namen Kredite aufzunehmen, Konten zu eröffnen oder andere betrügerische Finanzaktivitäten durchzuführen.
  3. Kreditkartenbetrug: Betrüger können auf hinterlegte Kreditkarteninformationen zugreifen und diese für unautorisierte Käufe oder Geldabhebungen verwenden. Oftmals werden solche Transaktionen erst bemerkt, wenn der Kontoinhaber seine Kontoauszüge überprüft.
  4. Anlagebetrug: Falls das Opfer Anlagekonten oder Depots über sein Online-Banking verwaltet, könnten Betrüger Investitionen manipulieren, Gelder umschichten oder wertvolle Anlagen veräußern.
  5. Erpressung und Betrug: Mit Zugriff auf die finanziellen Details eines Opfers könnten Betrüger auch zu Erpressungsversuchen übergehen. Sie könnten drohen, sensible Informationen öffentlich zu machen oder weiteren finanziellen Schaden anzurichten, falls nicht auf ihre Forderungen eingegangen wird.

Wie man sich schützt: Erkennungsmerkmale und Prävention

  • Überprüfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders genau.
  • Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Zahlungsaufforderungen.
  • Klicken Sie niemals auf Links oder Anhänge in verdächtigen E-Mails.
  • Überprüfen Sie die URL der Webseite, bevor Sie persönliche Informationen eingeben.

Fazit:

Dieser Betrugsfall zeigt, wie wichtig es ist, aufmerksam und informiert zu bleiben. Betrüger entwickeln ständig neue Methoden, um an sensible Daten zu gelangen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden und schützen Sie sich: Melden Sie sich für den Mimikama-Newsletter an und nutzen Sie das Mimikama-Medienbildungsangebot, um sich über aktuelle Betrugsmaschen und Schutzmaßnahmen zu informieren.

Das könnte dich auch interessieren:

Unterstützen 🤍

FAKE NEWS BEKÄMPFEN

Unterstützen Sie Mimikama, um gemeinsam gegen Fake News vorzugehen und die Demokratie zu stärken. Helfen Sie mit, Fake News zu stoppen!

Mit Deiner Unterstützung via PayPal, Banküberweisung, Steady oder Patreon ermöglichst Du es uns, Falschmeldungen zu entlarven und klare Fakten zu präsentieren. Jeder Beitrag, groß oder klein, macht einen Unterschied. Vielen Dank für Deine Hilfe! ❤️

Mimikama-Webshop

Unser Ziel bei Mimikama ist einfach: Wir kämpfen mit Humor und Scharfsinn gegen Desinformation und Verschwörungstheorien.

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal per Link- oder QR-Scan! Aktiviere die kleine 🔔 und erhalte eine aktuelle News-Übersicht sowie spannende Faktenchecks.

Link: Mimikamas WhatsApp-Kanal

Mimikama WhatsApp-Kanal

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.


2) Einzelne Beiträge (keine Faktenchecks) entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und
wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kämpfe mit uns für ein echtes, faktenbasiertes Internet! Besorgt über Falschmeldungen? Unterstütze Mimikama und hilf uns, Qualität und Vertrauen im digitalen Raum zu fördern. Dein Beitrag, egal in welcher Höhe, hilft uns, weiterhin für eine wahrheitsgetreue Online-Welt zu arbeiten. Unterstütze jetzt und mach einen echten Unterschied! Werde auch Du ein jetzt ein Botschafter von Mimikama

Mehr von Mimikama

Mimikama Workshops & Vorträge: Stark gegen Fake News!

Mit unseren Workshops erleben Sie ein Feuerwerk an Impulsen mit echtem Mehrwert in Medienkompetenz, lernen Fake News und deren Manipulation zu erkennen, schützen sich vor Falschmeldungen und deren Auswirkungen und fördern dabei einen informierten, kritischen und transparenten Umgang mit Informationen.