Kriminelle haben immer wieder neue Tricks auf Lager, um an persönliche Informationen und Bankdaten zu gelangen. In den aktuellen Phishing-Mails geben sich die Angreifer als vertrauenswürdige Institutionen – wie dem Finanzamt bzw. FinanzOnline und der ÖGK – aus, um ihre Opfer zu täuschen.

Gefälschte E-Mail der ÖGK

In einer angeblichen E-Mail der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) werden Sie über eine Rückerstattung Ihrer Krankenkasse informiert. Es wird eine monatliche Zahlung von 197,95 Euro in Aussicht gestellt. Um diese Zahlung zu erhalten, müssen Sie auf einen Link klicken.

Screenshot: Betrügerische E-Mail im Namen der ÖGK / Watchlist Internet
Screenshot: Betrügerische E-Mail im Namen der ÖGK / Watchlist Internet

Gefälschte E-Mail von FinanzOnline

Die betrügerische E-Mail von FinanzOnline betrifft eine angebliche Pensionserhöhung um 286,93 Euro. In der E-Mail werden Sie aufgefordert, Ihr Konto nochmals zu prüfen. Wenn Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, droht man Ihnen, dass Sie keine Pension mehr erhalten.

Screenshot: Betrügerische E-Mail über eine Rentenerhöhung / Watchlist Internet
Screenshot: Betrügerische E-Mail über eine Rentenerhöhung / Watchlist Internet

Klicken Sie nicht auf den Link

Beim Anklicken der Links in den Mails gelangen Sie auf gefälschte FinanzOnline- bzw. ÖGK-Webseiten. Hier werden Sie nach Ihrer Bank gefragt. Wenn Sie diese auswählen, werden Sie auf eine gefälschte Login-Seite weitergeleitet, wo Kriminelle schließlich Ihre Daten stehlen.

MIMIKAMA
Screenshot: Auf der gefälschten FinanzOnline-Webseite werden Ihre Bankdaten gestohlen / Watchlist Internet

Schützen Sie sich vor Phishing-Mails

Phishing-E-Mails können sehr gefährlich sein, denn ihr Ziel ist der Diebstahl Ihrer persönlichen Daten. Wie Sie sich vor diesen betrügerischen E-Mails schützen können, erfahren Sie hier:

  1. Klicken Sie niemals auf verdächtige Links: Ein Link in einer E-Mail ist immer verdächtig. Klicken Sie daher niemals voreilig auf Links, insbesondere in E-Mails, die Sie nicht erwartet haben. Gehen Sie im Zweifelsfall direkt auf die offizielle Website der betreffenden Institution, anstatt auf den Link zu klicken.
  2. Seien Sie skeptisch bei Aufforderungen zur Eile: Phishing-E-Mails enthalten oft Aufforderungen zum sofortigen Handeln und drohen mit Konsequenzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Echtheit der E-Mail zu überprüfen, bevor Sie Maßnahmen ergreifen.
  3. Prüfen Sie den Absender: Überprüfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders. Phishing-Mails verwenden oft ungewöhnliche oder leicht abgeänderte Absenderadressen. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn die Adresse des Absenders nicht plausibel erscheint.
  4. Fragen Sie nach: Wenn Sie unsicher sind, ob eine E-Mail echt ist, wenden Sie sich direkt an die Institution, von der die E-Mail zu stammen scheint. Rufen Sie die offizielle Website auf oder nutzen Sie die offiziellen Kontaktmöglichkeiten, um nachzufragen.
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        Ich habe meine Bankdaten preisgegeben – was muss ich jetzt tun?

        Sie haben bereits auf den Phishing-Link geklickt und Ihre Bankdaten eingegeben? Dann sollten Sie sofort handeln:

        1. Kontaktieren Sie Ihre Bank: Informieren Sie umgehend Ihre Bank, damit diese zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen kann.
        2. Passwörter ändern: Falls Sie auch Zugangsdaten für Ihr FinanzOnline- oder ÖGK-Konto eingegeben haben, ändern Sie umgehend die Passwörter dieser Konten, um Zugriffe der Angreifer zu verhindern.
        3. Vorsicht bei ungewöhnlichen Anrufen / Nachrichten: Seien Sie vorsichtig, wenn Sie unerwartete Anrufe oder Nachrichten erhalten, in denen behauptet wird, dass diese von Ihrer Bank oder einer anderen Institution stammen. Kriminelle könnten versuchen, weitere Informationen von Ihnen zu erlangen.
        4. Anzeige bei der Polizei: Wenn Sie Opfer einer Phishing-Attacke wurden, sollten Sie dies der Polizei melden, damit Ermittlungen eingeleitet werden können.

        Fazit

        Phishing-Mails sind eine ernstzunehmende Bedrohung in der digitalen Welt. Wenn Sie jedoch wachsam sind und die oben genannten Ratschläge befolgen, können Sie sich wirksam vor dieser Art von Angriffen schützen.

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        Quelle:

        Watchlist Internet

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        Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
        2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)