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Heizkosten reduzieren und Geld sparen: umweltfreundliche Tipps und Innovationen

Wie lässt sich günstiger und umweltfreundlicher heizen? Mit innovativer Heiztechnik und einfachen Tipps zum Nachmachen lässt sich viel Geld sparen und die Umwelt schonen. Wie? Das schaut sich Ökochecker Tobias Koch vom SWR genauer an.

Susanne Breuer, 14. Oktober 2022

Mit innovativer Heiztechnik und einfachen Tipps zum Nachmachen lässt sich viel Geld sparen und die Umwelt schonen. Wie? Das schaut sich Ökochecker Tobias Koch vom SWR genauer an.

Heizkosten reduzieren und Geld sparen

Mieterinnen und Mieter haben selten Einfluss auf die Art ihrer Heizung. Die dominierenden Heizquellen auf dem Markt sind bisweilen fossile Brennstoffe, also Heizöl und Erdgas. Trotzdem können wir alle Maßnahmen zum nachhaltigen Heizen ergreifen und ganz nebenbei die Heizkosten reduzieren.

Wichtig:

  • Die Heizkörper nicht mit Möbeln, Vorhängen oder anderen Gegenständen verdecken. Andernfalls kann die Luft nicht frei um den Heizkörper zirkulieren und es bleibt kalt in der Wohnung.
  • Nachts und wenn niemand zu Hause ist, sollte die Heizung herunterregelt werden. Ein Grad weniger spart bis zu 6 Prozent Energie. Soll es dann wieder etwas wärmer sein, das Thermostatventil nicht auf 5 drehen, sondern auf die gewünschte Temperatur. Beginnend bei 12 Grad auf Stufe eins erhöht sich die Temperatur mit jeder Stufe um vier Grad. Der Raum wird in der gleichen Zeit warm, überhitzt aber nicht.
  • Außerdem nach Möglichkeit die Türen zwischen den Räumen schließen und in der Nacht die Rollläden herunterlassen.

Richtiges Lüften

Lüften ist wichtig für ein gesundes Raumklima und um Schimmel in der Wohnung zu vermeiden. Doch beim Lüften geht viel Heizenergie verloren. Auf keinen Fall sollte man daher die Fenster gekippt lassen. Stattdessen mehrmals am Tag für wenige Minuten komplett durchlüften und danach die Fenster und Türen wieder schließen. Während des Lüftens die Heizung ausmachen. So lassenn sich Heizkosten reduzieren.

Fossile Brennstoffe: Hohe Kosten und miese Umweltbilanz

Gas und Öl sind ein klimaschädliches Problem! Sie stoßen eine Menge CO2 aus und ihre Beschaffungskosten sind nicht erst seit kurzem hoch. Daher dürfen ab 2024 keine Öl- und Gasheizungen mehr verbaut werden. Nachhaltige Heizquellen und energieeffizientes Bauen sollen in den Fokus rücken. Dies kann durch unterschiedliche bauliche Maßnahmen geschehen. Heizen kann man dann zum Beispiel mit Solarthermie, Biomasseheizungen, Wärmepumpen, Ökostrom und Fernwärme in Verbindung mit nachhaltiger Wärmeerzeugung. Das alles ist gar nicht so unmöglich und weit weg.

Baden-Württemberg war das zweite Bundesland nach NRW, das 2013 ein eigenes Klimaschutzgesetz erstellt hat. Die Landesverwaltung soll bis 2030 klimaneutral sein. Das geschieht durch den energetischen Umbau bestehender Gebäude und das Umstellen auf klimafreundliche Energien. In NRW gibt es bereits 53 klimaneutrale Siedlungen, weitere 47 sind in Planung oder Bau. Dieses Projekt wird vom Land NRW unterstützt und finanziert.

Förderungsmöglichkeiten bei Umstellung nutzen

Deutschlandweit werden alternativen Energien beim Bau durch den Staat gefördert: Solarthermieanlage mit 25 Prozent, Biomasseheizungen mit 10 Prozent, oder Wärmepumpen mit 25 Prozent. Auch andere Sanierungs-Maßnahmen werden gefördert, wie der Austausch von Fenstern und die Dämmung der Außenwände. Zudem lassen sich die Förderungen kombinieren. Freie Energieberater helfen dabei, die richtigen Fördermaßnahmen zu finden.

Hier gibt es mehr Informationen zum Heizkosten reduzieren und Geld sparen

Bei den Verbraucherzentralen (HIER), beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA (HIER) oder beim Umweltbundesamt (HIER oder HIER).

Quelle: Ökochecker SWR

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