Sie ist faszinierend und bietet unendliche Möglichkeiten: die digitale Landschaft, in der wir leben und arbeiten. Sie ist aber auch ein Schlachtfeld, auf dem täglich Cyber-Kriege geführt werden. Cyber-Angriffe sind zu einer der größten Bedrohungen unserer Zeit geworden, mit einem Schadensausmaß, das Naturkatastrophen bei weitem übertrifft. Kein Unternehmen, keine Regierung und keine kritische Infrastruktur ist vor solchen Angriffen sicher, insbesondere in Ländern wie Deutschland mit seiner starken Wirtschaft.

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Doch warum sind wir so anfällig? Und wie können wir uns schützen?


Versteckte Hintertüren und gefährdete Systeme

Unsere Schwachstellen zu finden, ist eine ständige Herausforderung. Nicht nur durch grob fahrlässige Sicherheitslücken, die bei Gemeinden und Unternehmen offensichtlich sind, sondern auch durch subtilere und komplexere Bedrohungen. Selbst in unserer Hardware können geheime Hintertüren eingebaut sein, über die Angreifer Zugang zu unseren Systemen erhalten. Berichte über erfolgreiche Angriffe auf kritische Einrichtungen und die Tatsache, dass sogar der Deutsche Bundestag ins Visier genommen wurde, sind erschreckende Beispiele dafür.

Das Dilemma der Cybersicherheit

Es gibt mehrere Gründe, warum es so schwierig ist, ein IT-System wirklich sicherzumachen. Zunächst einmal ist die Geschwindigkeit, mit der sich die Technologie entwickelt, unglaublich hoch. Das bedeutet, dass sich auch die Art und Weise, wie Cyber-Angriffe durchgeführt werden, ständig ändert. Zweitens ist es eine Herausforderung, Sicherheitslücken zu schließen, denn jede Lösung, die wir finden, kann potenziell eine neue Schwachstelle öffnen. Die Gefahr der Manipulation unserer Geräte bereits bei der Herstellung ist ebenfalls ein Thema. Dies wirft die Frage auf, ob wir uns bereits mitten in einem Cyber-Krieg befinden.

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Neue Technologien – Fluch oder Segen?

Technologische Innovationen wie Quantencomputer und künstliche Intelligenz (KI) könnten das Spiel der Cybersicherheit dramatisch verändern. Quantencomputer könnten beispielsweise die derzeitigen Verschlüsselungsmechanismen überflüssig machen, während KI zur Durchführung oder Abwehr von Angriffen eingesetzt werden könnte.

Gemeinsame Abwehrmaßnahmen

Doch nicht alles ist düster und hoffnungslos. Die gute Nachricht ist, dass wir nicht wehrlos sind. Bildung und Aufklärung sind unsere erste Verteidigungslinie gegen Internetkriminalität. Ein gründliches Verständnis der Risiken und wie man sie minimieren kann, kann einen großen Unterschied machen.

Um dieser globalen Herausforderung zu begegnen, muss international zusammengearbeitet werden. Ein globales Netzwerk von Cybersicherheitsexperten, Regierungen und Unternehmen, die zusammenarbeiten, um Angriffe abzuwehren und bewährte Verfahren auszutauschen, könnte einen Unterschied machen.

Letztlich geht es nicht darum, ein perfekt sicheres System zu erreichen – das ist wahrscheinlich unerreichbar. Stattdessen sollte es darum gehen, Resilienz zu schaffen: die Fähigkeit, Angriffen standzuhalten, sich schnell zu erholen und aus ihnen zu lernen. Nur so können wir im Auge des Cybersturms bestehen.

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)