Jeder vierte User beim Surfen im Netz überfordert

Studie zeigt: Je mehr Browser-Fenster parallel geöffnet sind, desto höher der Stresslevel

Autor: Nick L.

Einer von vier Nutzern fühlt sich angesichts der eigenen Browsing-Gewohnheiten im Internet oft überfordert und gestresst. Je mehr Browser-Fenster und Tabs gleichzeitig geöffnet sind und je mehr interaktive Elemente wie Pop-up-Werbungen auf dem Bildschirm auftauchen, desto höher steigt der individuelle Stresslevel. Zu dem Ergebnis kommen Forscher der Aalto University, die Usern generell dazu raten, sich beim Surfen im Web an ein oberstes Limit für gleichzeitig geöffnete Tabs zu halten.

Tabs und Multitasking

„Wir haben zunächst untersucht, welche Herausforderungen es für Nutzer gibt, die sie überfordern können, wenn sie sich im Internet bewegen. Wir haben uns aber auch das Verhalten angesehen, das zu Unordnung im Browser führt und darauf geachtet, wie User auf den dadurch entstehenden Stress reagieren“, fasst Janne Lindqvist, Associate Professor und Leiter des Departments of Computer Science an der Aalto University, sein jüngstes Forschungsprojekt zusammen.

Die Ergebnisse einer Befragung via Interviews und Online-Fragebögen zeigen: Alles hängt von den persönlichen Browsing-Gewohnheiten ab. „Wenn jemand beispielsweise viele Fenster und Tabs gleichzeitig geöffnet hat und dabei auch noch mit Werbung bombardiert wird, kann der Stresslevel sehr schnell ansteigen“, so der Experte. Wer dann auch noch per Multitasking verschiedenen inhaltliche Themen bearbeitet – etwa eine Reisebuchung in einem Tab und einen Chat mit einem Freund im anderen – fühlt sich irgendwann überwältigt und kann sich nur noch schlecht konzentrieren, so Lindqvist.

Gewohnheiten ändern

Dem Forscher zufolge reagieren viele User auf den Stress, den sie beim Internetsurfen erleben, indem sie entweder versuchen, ihre Browsing-Gewohnheiten oder ihre Einstellung zur Überfrachtung mit Infos auf dem Bildschirm zu ändern. „Nur der erste Problem-fokussierte Ansatz hat sich als sinnvoller Lösungsweg herausgestellt. Ein Beispiel für diese Variante wäre es, die Unordnung einzuschränken, indem man sich selbst ein oberstes Limit an Tabs setzt, die gleichzeitig offen sein dürfen“, meint Lindqvist.

Der Experte selbst hofft, mit seinen Forschungsergebnissen zu einer besseren Browsing-Erfahrung im Web beizutragen und die Nutzer zu mehr Selbstreflexion während dieser Tätigkeit zu bewegen: „Wir nutzen jeden Tag Computer und es läuft nicht immer ideal ab. Wir müssen versuchen, von ihnen zu profitieren, während wir ihre Nachteile so weit wie möglich reduzieren.“

Quelle: Pressetext

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