Heutzutage, wo soziale Medien eine zentrale Rolle im Alltag vieler Jugendlicher spielen, zeigt eine aktuelle Studie der Dublin City University alarmierende Ergebnisse. Männliche Kinder und Jugendliche, die Plattformen wie TikTok und YouTube Shorts nutzen, werden auffallend schnell mit Inhalten konfrontiert, die ein veraltetes und toxisches Männlichkeitsbild fördern.

Mechanismen der Inhaltsempfehlung

Die Forscher stellten fest, dass speziell angelegten Nutzerkonten, die männlichen Jugendlichen zugeordnet waren, bereits nach kurzer Nutzungsdauer problematische Inhalte empfohlen wurden. TikTok lag mit einer Empfehlungsrate von 76% schädlicher Inhalte nach durchschnittlich zwei Stunden und 32 Minuten an der Spitze, während YouTube Shorts nach drei Stunden und 20 Minuten sogar 78% schädliche Inhalte empfahl. Diese Inhalte propagieren nicht nur aggressive Männlichkeit, sondern auch die Unterordnung von Frauen und diskriminierende Ansichten gegenüber nicht-binären Personen.

Die Rolle der Algorithmen

Das Hauptproblem sind die undurchsichtigen Algorithmen, die solche Inhalte fördern. Die meisten Social-Media-Unternehmen halten ihre Funktionsweise geheim, was es schwierig macht, die Auswirkungen dieser Algorithmen zu untersuchen und zu verstehen. Diese Systeme scheinen jedoch schnell ein Interesse an schädlichen Inhalten zu erkennen und diese dann verstärkt vorzuschlagen.

Auswirkungen auf Jugendliche

Die Studie warnt eindringlich vor den negativen Auswirkungen dieser Inhalte auf junge Menschen. Mädchen und Frauen sind die primären Opfer dieser toxischen Inhalte, aber auch Jungen und Männer erleiden psychische Schäden durch die Konfrontation mit diesen Rollenbildern. Es entsteht ein Teufelskreis aus Verherrlichung überholter Geschlechterrollen und fortschreitender Untergrabung gesellschaftlicher Fortschritte in Richtung Gleichberechtigung und Respekt.

Regulierungsbedarf

Die Ergebnisse der Studie sind ein dringender Weckruf für Eltern, Lehrer, politische Entscheidungsträger und die Gesellschaft insgesamt. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um das digitale Umfeld, in dem sich Kinder und Jugendliche bewegen, sicherer zu machen. Noeline Blackwell, Koordinatorin für Online-Sicherheit, betont die Verantwortung der Plattformen, ihre Systeme zum Wohle der Nutzer zu überdenken und anzupassen.

Fragen und Antworten:

Frage 1: Wie hoch war der Anteil schädlicher Inhalte bei TikTok?
Antwort 1: TikTok empfahl nach durchschnittlich zwei Stunden und 32 Minuten Nutzung 76 Prozent schädliche Inhalte.

Frage 2: Wie hoch war der Anteil schädlicher Inhalte bei YouTube Shorts?
Antwort 2: YouTube Shorts empfahl nach drei Stunden und 20 Minuten sogar 78% schädliche Inhalte.

Frage 3: Welche Arten von Inhalten werden von den Algorithmen empfohlen?
Antwort 3: Die Algorithmen fördern Inhalte, die aggressive Männlichkeitsbilder, die Unterordnung von Frauen und die Diskriminierung von nicht-binären Menschen unterstützen.

Frage 4: Welche langfristigen Auswirkungen haben diese Inhalte auf junge Menschen?
Antwort 4: Zu den langfristigen Auswirkungen gehören psychische Schäden und die Verfestigung veralteter und schädlicher Geschlechterrollen.

Frage 5: Warum ist es schwierig, die Auswirkungen von Algorithmen zu untersuchen?
Antwort 5: Die Algorithmen sind intransparent, da die Social-Media-Unternehmen nicht offenlegen, wie sie genau funktionieren.

Frage 6: Was wird gefordert, um das Problem anzugehen?
Antwort 6: Gefordert werden eine strengere Regulierung und Transparenz der Algorithmen sowie ein aktiveres Engagement der Plattformen zum Schutz ihrer jungen Nutzer.

Fazit

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um die digitalen Lebensräume, in denen sich unsere Kinder und Jugendlichen bewegen, sicherer und gesünder zu gestalten. Sowohl die Plattformbetreiber als auch die Politik stehen in der Verantwortung, regulierend einzugreifen und Transparenz zu schaffen. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten, um ein gesünderes digitales Umfeld zu fördern, das die Entwicklung und das Wohlergehen aller Nutzer unterstützt und schützt.

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Quelle: pressetext

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