Die Behauptung
In einem Video sei ein kleiner Haufen Kokain auf Selenskyjs Schreibtisch zu sehen
Unser Fazit
Das Video wurde manipuliert. Im Originalvideo, welches bereits seit März online ist, ist kein Kokain zu sehen.
Erst vor kurzem wurde behauptet, dass in einem von dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj veröffentlichtem Video eine Line zu sehen sei (wir berichteten), nun macht ein weiteres Video bei pro-russischen Accounts in sozialen Netzwerken die Runde:
Während eines Zoom-Calls wurde Selenskyj gefilmt – und dabei sei auf seinem Schreibtisch deutlich ein kleiner Haufen Kokain zu sehen.
Doch das Video wurde manipuliert.
Das verbreitete Video
In dem Video ist Wolodymyr Selenskyj an seinem Schreibtisch zu sehen, auf seinem Laptop findet ein Zoom-Call statt. Während die Kamera auf das Laptop zoomt, ist links auf dem Schreibtisch scheinbar ein kleiner Haufen der Droge zu sehen.

Hier ist das Video (noch) auf Twitter zu sehen:
Kein Kokain im Originalvideo
Bereits die Logik sollte einschreiten: Da werden in einem Video nachträglich das Smartphone und die Papiere auf dem Schreibtisch geblurred, aber der Haufen wird sichtbar gelassen? Zudem ist das verbreitete Video auffallend „ruckelig“, was ebenfalls auf eine mögliche, eher schnell gemachte Nachbearbeitung hindeutet.
Und tatsächlich ist das Video manipuliert, wie Eliot Higgins, Gründer der Rechercheplattform Bellingcat, sehr schön in einem Tweet aufzeigt:
Im Originalvideo, welches bereits seit März auf YouTube zu finden ist, liegen keine Drogen auf seinem Schreibtisch.
Fazit
Pro-russische Accounts versuchen immer wieder, Selenskyj als kokainsüchtig darzustellen. In einem Interview soll er sogar zugegeben haben, regelmäßig die Droge zu konsumieren, als er sagte, dass Kokain „der beste Energizer für den Menschen“ sei. Auch dieses Video wurde manipuliert, es war ein Zusammenschnitt aus mehreren Passagen des Interviews, in dem er Kokain ablehnte, aber betonte, dass er kaffeesüchtig sei.
Und auch das obige Video ist nur ein weiterer Versuch, Selenskyj Drogenkonsum durch eine dreiste Videomanipulation „nachzuweisen“ – stattdessen ist es ein weiterer Beweis für die Unglaubwürdigkeit solcher Accounts.
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