„Es tut mir so leid, Mama… Ich habe eine Frau angefahren. Sie ist tot. Du musst mir helfen!“ Eine solche Nachricht, die in der Stimme Ihres Kindes erklingt, würde jeden Elternteil in einen Zustand blanken Schreckens versetzen. Dies ist das dunkle Herzstück einer neuen Betrugsmasche, die als „Schockanruf“ bekannt ist. Mit einer perfekt gefälschten Stimme, die genau wie die eines geliebten Familienmitglieds klingt, sind Kriminelle in der Lage, aus der Angst Kapital zu schlagen.

Die Doppelgänger-Stimme: Wie Betrüger die Stimmen von Unschuldigen klonen

Dank der enormen Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz ist es heute möglich, eine Stimme mit erschreckender Genauigkeit zu klonen. Alles, was man dazu braucht, ist eine kurze Stimmsequenz des Opfers – ein kurzer Anruf, eine Sprachnachricht oder ein Videoausschnitt kann ausreichen.

Programme wie ElevenLabs, ein Dienst mit Sitz in den USA, sind in der Lage, diese Stimmen mit einer Genauigkeit von bis zu 95 % zu reproduzieren. Der gesamte Prozess erfordert weder besondere technische Kenntnisse noch einen großen Zeitaufwand. Innerhalb weniger Minuten kann eine perfekte Kopie einer Stimme erstellt und als Audiodatei exportiert werden.

Anstieg von sprachgeklonten Betrugsfällen

Im vergangenen Jahr häuften sich Berichte über diese Art von Betrug. In den USA machte ein Fall von „virtuellem Kidnapping“ Schlagzeilen, bei dem Kriminelle mit einer geklonten Stimme einer Mutter vorgaukelten, ihre Tochter sei entführt worden. – Wir berichteten HIER.

Und das sind keine Einzelfälle: Laut einer Online-Umfrage des Softwareherstellers McAfee gaben 22 Prozent der Deutschen an, dass sie oder jemand, den sie kennen, Opfer eines Audio-Betrugs mit künstlicher Intelligenz geworden sind.

Lesen Sie auch >   Die perfide pro-russische Desinformationskampagne „Doppelgänger“

Schutzmaßnahmen gegen klonbasierte Schockanrufe

Obwohl diese Art von Angriffen sehr beängstigend sein kann, gibt es mehrere Strategien, mit denen man sich schützen kann:

  • Erinnern Sie sich immer daran: Die Polizei ruft nie an, um Geld zu verlangen.
  • Bitten Sie den Anrufer darum, mehr zu hören. Dies kann oft dazu führen, dass die Betrüger aufgeben, da sie nur eine begrenzte Menge an geklonten Audio zur Verfügung haben.
  • Beenden Sie das Gespräch so schnell wie möglich und kontaktieren Sie das vermeintlich betroffene Familienmitglied direkt.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte.

Herausforderung für die Strafverfolgungsbehörden

Trotz der Bemühungen der Behörden zur Bekämpfung dieser Art von Betrug ist es oft schwierig, die Täter ausfindig zu machen, insbesondere wenn KI-Technologie im Spiel ist. Erschwerend kommt hinzu, dass die Enttarnung geklonter Stimmen nahezu unmöglich ist.

Fazit

Technologie hat in vielen Lebensbereichen Wunder vollbracht, aber wie das Sprichwort sagt: „Jede Medaille hat zwei Seiten“. Ein düsteres Beispiel dafür, wie technologischer Fortschritt für kriminelle Zwecke missbraucht werden kann, ist der Anstieg von Betrugsfällen mit geklonten Stimmen. Es ist wichtiger denn je, dass wir uns bewusst sind, dass nicht alles, was wir hören, die Wahrheit ist, auch wenn es sich wie die Stimme eines geliebten Menschen anhört.

Unterstütze uns dabei, unsere Online-Gemeinschaft sicherer zu machen! Lade das angehängte Sharepic herunter und verteile es auf deinem Facebook-Feed oder in deinen Storys. Je mehr Leute wir damit erreichen können, desto sicherer wird unsere digitale Welt. Denk immer daran: Zuerst denken, dann klicken!

MIMIKAMA

Das könnte auch interessieren:

Betrug mit gefälschten Bankdaten: Täuschung kostet 51-Jährigen über 12.000 Euro
Künstliche Intelligenz – eine Frage der Sicherheit: Scharfes Auge auf die KI-Regulierung
Der Teufel trägt Emoji: Warum soziale Medien uns in die Irre führen können!

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)