Die Legalisierung von Marihuana, die auch die deutsche Bundesregierung plant, senkt die Kosten der Krankenkassen für verschreibungspflichtige Medikamente gegen Schmerzen, Depressionen, Angstzustände, Schlafstörungen, Psychosen und Krampfanfälle signifikant. Das zeigen Untersuchungen von Shyam Raman von der Cornell University und Ashley Bradford von der Indiana University.
US-Bundesstaaten analysiert
„Die Reduzierung des Arzneimittelverbrauchs könnte zu erheblichen Kosteneinsparungen für staatliche Medicaid-Programme führen“, sagt Rahman. Zudem könnten die gesundheitlichen Schäden aufgrund von Nebenwirkungen von Medikamenten reduziert werden. Raman und Bradford stützen ihre Studie auf eine Analyse von Daten, die von den Zentren für Medicare und Medicaid Services in allen 50 US-Bundesstaaten von 2011 bis 2019 abgerufen wurden – ein Zeitraum, in dem die Zahl der Staaten, die den persönlichen Gebrauch von Marihuana erlauben, zunahm.
Fast 40 Bundesstaaten haben medizinisches Marihuana inzwischen legalisiert. Davon haben etwa 20 Bundesstaaten Cannabis für den persönlichen Gebrauch für alle Erwachsenen ohne Verschreibungspflicht legalisiert. Dort haben die beiden Doktoranden eine deutliche Verringerung der Nachfrage nach Medikamenten zur Behandlung von Schlaf- und Angststörungen festgestellt, aber keine Auswirkungen auf Medikamente zur Behandlung von Übelkeit.
Konsum nicht unumstritten
Raman und Bradford machen jedoch darauf aufmerksam, dass der Konsum von Cannabis nicht ohne Gefahren für die Gesundheit ist. In diesem Zusammenhang weisen sie auf viele Studien hin, die ihn mit einer möglichen Auslösung von Angstzuständen und Psychosen wie Schizophrenie in Verbindung bringen. Auch Patienten, die Marihuana zur Behandlung ihrer Erkrankungen verwenden, könnten sich bei einer kompletten Legalisierung mit zusätzlichem „Stoff“ versorgen und so gesundheitliche Gefahren heraufbeschwören, heißt es.
Quellen: pte, Cornell.edu
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