Aber: Seefische und Meeresfrüchte werden immer knapper, denn Überfischung der Meere und schädliche Fangmethoden lassen die globalen Fischbestände stetig schrumpfen. Der Fortbestand ganzer Arten ist bedroht und die Meeresumwelt wird oft schwer geschädigt.

Liste „Guter Fisch“

Wie also den Spagat zwischen ausgewogener Ernährung sowie Artenbestand schaffen? Die Verbraucherzentralen haben in Zusammenarbeit mit Umweltverbänden und dem Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR) eine gemeinsame Liste „Guter Fisch“ erstellt, die Fischesser*innen aktuelle Informationen und Orientierung bietet, welche Fischart bedenkenlos gefangen, gekauft und verzehrt werden kann.

Drei Kriterien

Welcher Fisch empfehlenswert ist, hängt vor allem von drei Kriterien ab: Der Fischart, dem Fanggebiet und der Fangmethode. Für Verbraucher*innen ist das jederzeit erkennbar, da sowohl Frischfisch als auch Tiefkühlware und Räucherfisch entsprechend von Herstellern und Verarbeitern gekennzeichnet werden muss.
 
Die Weltmeere sind in 19 Fangzonen aufgeteilt, die sogenannten FAO-Fanggebiete und diese wiederum in Teilfanggebiete. Hering beispielsweise wird in unterschiedlichen Fanggebieten gefischt: in bereits überfischten und solchen, in denen der Bestand (noch) nicht bedroht ist.

„Hier kommt die Fischliste ins Spiel, denn mit ihrer Hilfe können Verbraucherinnen und Verbraucher bewusst und nachhaltig Fisch auswählen.“

Dr. Birgit Brendel, Verbraucherzentrale Sachsen

Die „Guter Fisch“-Liste beinhaltet nicht nur die Bestandsgrößen der gelisteten Fischarten, sondern berücksichtigt auch ökologische Aspekte. Und eben diese sind entscheidend, ob ein Fisch ein „Guter Fisch“ ist.

Verbraucher*innen können sich dazu und anderen Fragen zu Lebensmitteln und Ernährung beraten lassen, Terminvereinbarung auf der Homepage der Verbraucherzentrale oder einfach unter www.lebensmittel-forum.de eine Frage posten.

Quelle:

Verbraucherzentrale Sachsen
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