Interesse an Nachrichten nimmt ab: Was bedeutet das für unseren Zugang zu Informationen?
Falschinformationen und Desinformation sind reale Gefahren in der heutigen Medienlandschaft. Kritisches Denken und Medienkompetenz sind daher unerlässlich.
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Die Nachrichtenwelt durchlebt einen bedeutenden Wandel. Laut dem jüngsten Bericht des Reuters Institute for the Study of Journalism zeigt sich ein stetiger Rückgang des Interesses an Nachrichten. Nur noch etwa 48 Prozent der Menschen weltweit geben an, dass sie sich sehr stark für Nachrichten interessieren. Das ist ein Rückgang von 63 Prozent im Vergleich zu 2017.
Doch welche Auswirkungen hat dieser Trend auf die Informationsgesellschaft? Und was bedeutet er für die Art und Weise, wie wir uns über die Welt um uns herum informieren?
Der Wandel im Nachrichtenkonsum
Die Art und Weise, wie wir Nachrichten konsumieren, befindet sich in einem rasanten Wandel. Laut dem Reuters Institute wenden sich immer mehr Menschen von den traditionellen Nachrichtenquellen wie Zeitungen und Fernsehen ab und den digitalen, mobilen und plattformbasierten Angeboten zu. Auf der Website oder App eines klassischen Nachrichtennetzwerks beginnt nur noch rund ein Fünftel der Befragten seine Informationsreise.
Das bedeutet aber nicht, dass die Menschen weniger gut informiert sind. Vielmehr hat sich die Art und Weise der Informationsbeschaffung verändert. Die wachsende Beliebtheit von Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram und TikTok ist ein Zeichen dafür, dass immer mehr Menschen ihre Informationen aus diesen Quellen beziehen.
Welche Rolle spielen soziale Medien?
Die Rolle der sozialen Medien bei der Verbreitung von Informationen darf nicht unterschätzt werden. Insbesondere für die jüngeren Generationen sind sie zu wichtigen Informationsquellen geworden. Instagram und TikTok werden mittlerweile von 14 bzw. 6 Prozent der Bevölkerung als Quelle für aktuelle Nachrichten genutzt. Bei den 18- bis 24-Jährigen informieren sich sogar rund 20 Prozent über TikTok. Das ist eine Steigerung von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Mit diesem Wandel verändert sich allerdings auch die Nachrichtenqualität. Während in traditionellen Medien Fakten eher überprüft und mehrere Quellen zitiert werden, sind Informationen in sozialen Medien oft ungefiltert und können Falschmeldungen enthalten.
Die Herausforderungen
Diese Entwicklung bringt mehrere Herausforderungen mit sich. Zum einen kann die zunehmende Abhängigkeit von sozialen Medien als Nachrichtenquelle das Potenzial, Fehlinformationen und „Fake News“ zu verbreiten, erhöhen. Andererseits kann das abnehmende Interesse an traditionellen Nachrichten das Überleben vieler traditioneller Medienunternehmen gefährden. Dies wiederum schränkt die Vielfalt der Nachrichtenquellen ein.
Von Bedeutung ist auch die Tatsache, dass ein Großteil der Bevölkerung Nachrichten absichtlich meidet, insbesondere solche, die deprimierende Themen wie Krieg oder steigende Lebenshaltungskosten zum Inhalt haben. Dieses Verhalten kann dazu führen, dass wir als Gesellschaft weniger informiert und weniger fähig sind, fundierte Entscheidungen zu treffen und zu verstehen, was in unserer Welt geschieht.
Unterstützung durch Mimikama: Förderung der Medienkompetenz
Als Teil unserer Bemühungen, den Herausforderungen einer sich verändernden Medienlandschaft zu begegnen, bietet Mimikama Unterstützung im Umgang mit Desinformation. Falschinformation und Desinformation sind ernsthafte Gefahren in der heutigen Medienlandschaft. Sie bedrohen unsere Fähigkeit, fundierte Entscheidungen zu treffen und uns über die Welt, in der wir leben, zu informieren.
Wir glauben fest an die Bedeutung von kritischem Denken und Medienkompetenz in diesem Kontext. Deshalb bieten wir Vorträge und Workshops an, in denen wir diese Fähigkeiten fördern. Unser Ziel ist es, den Menschen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie zum Hinterfragen und Bewerten der Informationen, die sie konsumieren, benötigen.
Ob es darum geht, Fake News zu erkennen, die Glaubwürdigkeit von Quellen zu überprüfen oder die Mechanismen hinter der Verbreitung von Falschinformationen zu verstehen: Wir stehen mit Expertise und Unterstützung zur Seite.
Wenn Sie Interesse an einem Vortrag oder Workshop zu diesem wichtigen Thema haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, um ein besser informiertes und kritischeres Publikum zu fördern. Gemeinsam können wir die Medienlandschaft verbessern und der Fehlinformation die Stirn bieten.
Fazit
Es mag sein, dass das Interesse an Nachrichten nachlässt, aber das bedeutet nicht, dass die Bedeutung von Informationen an Bedeutung verliert. In einer sich ständig verändernden Welt ist es wichtiger als je zuvor, gut informiert zu sein.
Der Wandel in der Art und Weise, wie wir Nachrichten konsumieren, ist Herausforderung und Chance zugleich. Es liegt an uns, diese neuen Informationskanäle zu nutzen. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass wir qualitativ hochwertige, genaue und relevante Informationen erhalten. Der Weg dorthin könnte darin bestehen, neue Formate und Plattformen zu erkunden, während wir die Bedeutung des kritischen Denkens und der Medienkompetenz betonen.
Quelle:
Reuters Institute for the Study of Journalism
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