Die Geschichte des OneCoin-Betrugs, der mehr als drei Millionen Anleger weltweit mit einem Schaden von mehreren Milliarden Euro betroffen hat, liest sich wie ein Kriminalroman. 2014 begann eine Gruppe von Tatverdächtigen, angeführt von der mittlerweile international gesuchten Ruja Ignatova, mit dem Verkauf der nicht existenten Kryptowährung OneCoin.

Sie verführten Anleger mit wertlosen Anlagestrategien und Schulungen im Bereich Finanzmanagement, wobei spektakuläre Live-Events in Städten wie Hongkong und London als Werbeplattform dienten. Die „Kryptoqueen“ und ihre OneCoin-Funktionäre priesen dabei das sogenannte „Mining“ und manipulierte Kursgewinne an, die sich jedoch als vollständig fiktiv herausstellten.

Die Aufdeckung des Betrugs

Das OneCoin-Universum, das sich als gut inszeniertes Märchen entpuppte, brach Ende 2016 zusammen. Verdachtsmeldungen über Geldwäsche führten zu umfassenden Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, Staatsanwaltschaften, die BaFin, Europol und weitere internationale Strafverfolgungsbehörden. Diese Ermittlungen bestätigten den Verdacht auf einen Milliarden-Betrug. Dr. Ruja Ignatova, die zentrale Figur dieses Skandals, verschwand 2017 spurlos und entzieht sich bis heute der Strafverfolgung. Die Polizei fahndet weltweit nach ihr.

Jüngste Entwicklungen und Urteile

Gegen Mitglieder ihres Umfelds, die aktiv an dem Betrug mitgewirkt haben sollen, erhob die Staatsanwaltschaft Bielefeld Anklage. Die Vorwürfe umfassten Geldwäsche, unzulässige Zahlungsdienstleistungen und Betrug. Das Landgericht Münster verurteilte kürzlich drei Angeklagte: eine Frau zu 4 ½ Jahren und ihren Ehemann zu 5 Jahren Haft, jeweils wegen Beihilfe zum Betrug und Verstoßes gegen das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz ZAG, sowie einen Anwalt zu 2 Jahren und 9 Monaten Haft wegen leichtfertiger Geldwäsche.

Fragen und Antworten:

FrageAntwort
Wie hat sich der OneCoin-Betrug entwickelt?Der Betrug begann 2014 mit dem Verkauf einer nicht existierenden Kryptowährung und wertlosen Anlagestrategien, unterstützt durch spektakuläre Werbeveranstaltungen.
Wer ist Ruja Ignatova?Ruja Ignatova ist die Gründerin des Unternehmens und wird wegen ihrer zentralen Rolle im Betrug international gesucht.
Welche Strafen wurden kürzlich verhängt?Das Landgericht Münster verurteilte drei Angeklagte wegen ihrer Beteiligung am OneCoin-Betrug zu Haftstrafen.
Was ist das Ziel der laufenden Ermittlungen?Die Ermittlungen zielen darauf ab, Ruja Ignatova zu finden und weitere Beteiligte des Betrugs aufzudecken.
Wie hoch ist der geschätzte Schaden durch OneCoin?Der geschätzte Schaden beläuft sich auf mehrere Milliarden Euro, betroffen sind über drei Millionen Anleger weltweit.

Fortsetzung der Ermittlungen

Die Ermittlungskommission arbeitet weiterhin intensiv an der Aufklärung des OneCoin-Betrugs. Neben der Suche nach Dr. Ruja Ignatova werden Verbindungen zu weiteren Beteiligten untersucht. Bislang wurden Vermögenswerte in Höhe von etwa 28 Millionen Euro sichergestellt.


Der Fall OneCoin unterstreicht die Notwendigkeit, wachsam gegenüber Investitionsangeboten in der Kryptowelt zu sein. Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen, indem Sie unseren Mimikama Newsletter abonnieren. Für weiterführende Informationen und Workshops besuchen Sie gerne unsere Online-Vorträge.

Passend zum Thema:
Die meistgesuchte Frau der Welt: Die Kryptoqueen

Quelle: 

LKA-NRW: Arbeit der OneCoin-Ermittlungskommission führt zu Verurteilungen und Vermögensabschöpfungen in Millionenhöhe

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)