Auf dem Supermarktparkplatz schnell mal ein „Knöllchen“ zu kassieren, kann jedem passieren. Insbesondere auf privat bewirtschafteten Parkplätzen sorgen Vertragsstrafen für Unmut unter den Autofahrerinnen und Autofahrern. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen klärt auf, unter welchen Bedingungen beim Parken ein Vertrag zustande kommt und wie man mit Forderungen umgehen sollte.

Immer mehr Supermärkte setzen auf private Dienstleister, um ihre Parkplätze zu überwachen und zu verhindern, dass diese von Nicht-Kunden belegt werden. Das führt dazu, dass bei Parkverstößen – beispielsweise dem Vergessen einer Parkscheibe oder dem Nichtlösen eines Parktickets – schnell eine Zahlungsaufforderung im Briefkasten landet. Diese Forderungen übertreffen oft die gewohnten Bußgelder aus dem öffentlichen Straßenverkehr, was die Frage aufwirft: Ist das eigentlich rechtens?

Vertraglicher Hintergrund des Parkens beim Supermarkt

Tatsächlich kommt durch das einfache Abstellen des Fahrzeugs auf einem solchen Parkplatz ein Vertrag zwischen Autofahrer und Betreiber zustande, basierend auf den dort geltenden Nutzungsbedingungen. Diese Bedingungen inkludieren häufig auch mögliche Vertragsstrafen bei Zuwiderhandlung. „Es ist essentiell, dass diese Bedingungen durch Schilder klar und deutlich kommuniziert werden“, betont Tim-Oliver Tettinger, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale. Nur wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, haben die Forderungen der Betreiber Bestand. Sind die Hinweise jedoch versteckt, unklar formuliert oder schwer einsehbar, haben Betroffene gute Chancen, erfolgreich Widerspruch einzulegen.

Umgang mit Zahlungsaufforderungen

Eine Zahlungsaufforderung sollte niemals ignoriert werden. Stattdessen ist es ratsam, die Forderung genau zu prüfen und, falls sie berechtigt erscheint, fristgerecht zu begleichen, um zusätzliche Kosten zu vermeiden. Gibt es jedoch begründete Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Forderung, empfiehlt es sich, schriftlich Widerspruch einzulegen. Hierbei können Fotos als Beweismittel dienen, die belegen, dass die Nutzungsbedingungen nicht angemessen kommuniziert wurden.

Weitere Informationen zu „Strafzetteln“ auf privat bewirtschafteten Parkplätzen unter: www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/strafzettel-supermarktparkplatz

Fazit

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen macht deutlich, dass Vertragsstrafen auf Supermarktparkplätzen zwar eine lästige Angelegenheit sind, aber unter bestimmten Bedingungen durchaus rechtens sein können. Wichtig ist, dass die Nutzungsbedingungen klar kommuniziert werden und die Strafen in einem angemessenen Verhältnis zum Verstoß stehen. Betroffene sollten Forderungen nicht ignorieren, sondern aktiv prüfen und gegebenenfalls Widerspruch einlegen. Dabei ist auch ein Versuch, eine kulante Lösung zu finden, oft sinnvoll. Denn letztlich liegt es auch im Interesse der Supermärkte, ihre Kunden nicht zu verärgern.


Um stets informiert zu bleiben und mehr über solche Themen zu erfahren, empfehlen wir Ihnen, sich für den Mimikama-Newsletter anzumelden. Zudem bieten wir Online-Vorträge und Workshops an.

Schon gelesen?

Quelle:

Verbraucherzentrale Niedersachsen


Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:

📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.

Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!

* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)