Festgeldanlagen gelten traditionell als sicherer Hafen für Ersparnisse. Doch in einer Welt, in der hohe Zinsversprechen locken, steigt auch die Gefahr, Opfer von Betrügern zu werden. Erk Schaarschmidt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB), berichtet von immer mehr Fällen, in denen Verbraucher beinahe größere Summen verloren hätten.

Der Schein kann trügen: Professionelle Dokumente ohne Wert

Ein besonders krasses Beispiel ist der Fall der Brosco Holding AG. Das Unternehmen, dessen Name von einer bestehenden Baufirma missbraucht wurde, bot Festgeldanlagen an, die auf den ersten Blick äußerst seriös wirkten. Die Verträge waren professionell gestaltet und suggerierten eine Verbindung zum Bundesministerium für Konsumentenschutz. Das professionelle Erscheinungsbild täuschte jedoch darüber hinweg, dass der Anbieter nicht bei der Schweizer Finanzaufsicht registriert war, was für einen Verbraucher beinahe zum Verlust von 10.000 Euro geführt hätte.

Vorsicht ist besser als Nachsicht: So erkennen Sie Betrug bei der Festgeldanlage

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, vor einer Investition gründlich zu recherchieren. Ein Blick ins Impressum des Anbieters kann Aufschluss darüber geben, ob die Angaben vollständig und korrekt sind. Eine fehlende oder falsche Registernummer ist ein deutliches Warnsignal. Darüber hinaus sollten potenzielle Anleger auf Erfahrungsberichte anderer Kunden und eventuelle Warnungen von Finanzaufsichtsbehörden achten.

Fragen und Antworten zum Thema Festgeldbetrug

Frage 1: Was sind typische Merkmale eines unseriösen Festgeldangebots?
Antwort 1: Typische Warnzeichen sind ein unvollständiges Impressum, hohe Zinsversprechen und fehlende Registrierungen bei Finanzaufsichtsbehörden.

Frage 2: Wie kann ich überprüfen, ob ein Festgeldanbieter seriös ist?
Antwort 2: Es empfiehlt sich, die Registrierungsnummer mit der zuständigen Finanzaufsichtsbehörde abzugleichen und auf Online-Bewertungen und Warnungen zu achten.

Frage 3: Was soll ich tun, wenn ich bereits in ein unseriöses Festgeldangebot investiert habe?
Antwort 3: Setzen Sie sich sofort mit der Verbraucherzentrale oder der Finanzaufsicht in Verbindung und versuchen Sie, das Geschäft zu stoppen.

Frage 4: Wo finde ich vertrauenswürdige Informationen über Festgeld?
Antwort 4: Organisationen wie die Stiftung Warentest bieten unabhängige Bewertungen und Informationen.

Frage 5: Gibt es eine Möglichkeit, mein Geld zurückzubekommen, wenn ich betrogen wurde?
Antwort 5: Die Möglichkeiten sind begrenzt, insbesondere wenn das Geld bereits ins Ausland transferiert wurde. Entscheidend ist, sich rechtzeitig mit Banken und Behörden in Verbindung zu setzen.

Fazit

Die Zunahme betrügerischer Angebote im Bereich der Festgeldanlagen erfordert eine erhöhte Wachsamkeit der Verbraucher. Die Prüfung der Anbieterangaben und die Inanspruchnahme von Beratungsangeboten sind unerlässlich, um das Risiko eines Geldverlustes zu minimieren. Die Verbraucherzentrale bietet ein umfangreiches Beratungsangebot, um Interessierten zu helfen, sichere Anlageentscheidungen zu treffen.

Quelle: Verbraucherschutzzentrale Brandenburg

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