Heutzutage, wo die Verbraucher mehr denn je auf die Qualität und den Wert ihrer Einkäufe achten, ist ein neues Phänomen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt: die Skimpflation. Dahinter verbirgt sich eine subtile Form der Kosteneinsparung von Lebensmittelherstellern, bei der die Qualität der Produkte schleichend verschlechtert wird, während die Preise stabil bleiben oder sogar steigen. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Praktiken aufzudecken und Verbraucher darüber zu informieren, wie sie sich dagegen wehren können.

Was ist Skimpflation?

Skimpflation ist ein Kunstwort aus den englischen Begriffen „skimp“ (sparen) und „inflation“ (Inflation) und bezeichnet die Praxis, bei der Unternehmen, um Kosten zu sparen, an den Inhaltsstoffen ihrer Produkte sparen – oft auf Kosten der Qualität. Typische Beispiele sind der Ersatz teurerer Zutaten durch billigere Alternativen, die Reduzierung des Inhalts bei gleichbleibender Packungsgröße oder die Verschlechterung der Rezeptur zugunsten niedrigerer Herstellungskosten.

Aktuelle Fälle und wie man sie erkennt

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat auf ihrer Internetseite eine Liste mit Produkten veröffentlicht, bei denen Verbraucher Qualitätsverschlechterungen festgestellt haben. Die Liste umfasst mittlerweile 28 Produkte, die von „neuen Rezepturen“ bis hin zu reduzierten Mengen wertgebender Inhaltsstoffe reichen. Interessierte können sich unter http://www.vzhh.de/skimpflation über die neuesten Fälle informieren. Doch wie erkennt man solche Qualitätsverschlechterungen? Ein kritischer Blick auf Auslobungen wie „neue Rezeptur“ kann ein erster Schritt sein, oft ist aber ein direkter Vergleich der alten mit der neuen Zutatenliste notwendig – eine Herausforderung im Alltag.

Die Reaktion der Hersteller

Viele Lebensmittelkonzerne begründen die Anpassung ihrer Produkte mit der Berücksichtigung von Kundenwünschen. So erklärt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg, dass die Hersteller selten zugeben, dass es ihnen darum geht, Rohstoffkosten zu sparen. Stattdessen würden sie behaupten, die Änderungen seien im Interesse der Kunden. Dies führe jedoch zu einer Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Verbraucher und dem, was sie tatsächlich erhalten.

Fragen und Antworten:

Frage 1: Was genau versteht man unter Skimpflation?
Antwort 1: Es bezeichnet die Praxis von Unternehmen, bei den Inhaltsstoffen ihrer Produkte zu sparen, um Kosten zu senken, was häufig zu einer schleichenden Verschlechterung der Produktqualität führt.

Frage 2: Wie kann man Skimpflation erkennen?
Antwort 2: Verbraucherinnen und Verbraucher sollten auf Hinweise wie „neue Rezeptur“ achten und, wenn möglich, alte und neue Zutatenlisten vergleichen, um Veränderungen in der Produktqualität zu erkennen.

Frage 3: Wie rechtfertigen Unternehmen Skimpflation?
Antwort 3: Viele Unternehmen geben an, dass Produktänderungen aufgrund von Kundenwünschen vorgenommen werden, obwohl der wahre Grund häufig Kosteneinsparungen sind.

Frage 4: Wo kann man sich über betroffene Produkte informieren?
Antwort 4: Die Verbraucherzentrale Hamburg veröffentlicht auf ihrer Internetseite http://www.vzhh.de/skimpflation regelmäßig aktualisierte Listen von Produkten, bei denen eine Skimpflation festgestellt wurde.

Frage 5: Wie können sich Verbraucherinnen und Verbraucher gegen Skimpflation wehren?
Antwort 5: Verbraucherinnen und Verbraucher können durch bewusstes Einkaufen und Vergleichen von Produktinformationen Skimpflation entgegenwirken und Unternehmen zum Handeln bewegen.

Fazit

Skimpflation ist ein zunehmend verbreitetes Phänomen, das die Qualität unserer Lebensmittel schleichend untergräbt. Verbraucher stehen vor der Herausforderung, solche Praktiken oft nur schwer zu erkennen. Die Verbraucherzentrale Hamburg leistet wichtige Aufklärungsarbeit, indem sie Beispiele sammelt und veröffentlicht. Es ist an der Zeit, dass Verbraucher bewusster einkaufen und Unternehmen zur Rechenschaft ziehen. Informieren Sie sich über aktuelle Fälle von Skimpflation und unterstützen Sie Initiativen, die sich für Transparenz und Qualität in der Lebensmittelindustrie einsetzen.

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Quelle: vzhh

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