Seit Anfang dieses Jahres steigen die Preise im Supermarkt rasant an. So hat sich beispielsweise der Preis von Obazda um 30 Cent auf 1,99 Euro erhöht, der Preis von Rapsöl hat sich in etwa vervierfacht.

Preise: 24 Produkte im Check

Um weitere Produkte auf deren Preisänderungen zu untersuchen, stellen wir einen Warenkorb aus 24 Produkten unterschiedlicher Kategorien wie Milch, Getreide, Fleisch und Drogerieartikeln zusammen und lassen ihn von Sven Reuter, dem Entwickler einer Preisvergleich-App, analysieren.

Preisanstieg um etwa ein Drittel

Im Median haben sich die Preise in unserem Warenkorb um knapp 31,5 Prozent erhöht. Butter und Getreideprodukte sind aufgrund fehlender Rohstoffe um knapp 40 Prozent angestiegen. Doch auch Drogerieprodukte sind im Preis deutlich in die Höhe geschossen. So ist Nivea-Seife um knapp 90 Prozent teurer geworden – laut Reuter handelt es sich hierbei um einen „Mitnahmeeffekt“, denn die Preiserhöhung sei nicht nachvollziehbar.

Verschiedene Gründe für Preiserhöhung

In konträr zu vergangenen Jahren haben sich die Preise nicht nur zum Jahresbeginn erhöht, sondern bei manchen Produkten mittlerweile dreimal innerhalb dieses Jahres. Auf Nachfrage geben die Hersteller gestiegene Energie- und Transportkosten, höhere Rohstoffpreise, höhere Löhne und teurere Verpackungen als Gründe an.

Überproportionale Preiserhöhung

Aktuell befinden sich große Supermarktketten in Verhandlungen mit einigen Herstellern – und auch sie klagen über deren hohe Preisvorstellungen. Edeka und Rewe werfen Herstellern vor, sie würden die Teuerungswelle nutzen und ihre Margen überproportional erhöhen. Daher setzen sie nun verstärkt auf günstigere Eigenmarken. Und auch unser Experte sieht die Hersteller als Preistreiber. So seien Preissteigerungen zwar notwendig, aber nicht in dem aktuellen Ausmaß.

Dieses Video ist eine Auskopplung aus der Sendung vom 20. September 2022.
Ganze Marktcheck-Folgen inkl. Untertitel in der Mediathek: http://x.swr.de/s/13zv 

Autorin: Barbara Hirl
Quelle. SWR Marktcheck

Lesen Sie auch: Greenwashing? Klimaneutrale Produkte im Supermarkt

Artikelbild: Unsplash


Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:

📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.

Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!

* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)