Betrügerische Stromvertreter stellen bundesweit eine wachsende Gefahr dar. Die Täter geben sich als Mitarbeiter regionaler Energieversorger aus und überreden ahnungslose Kunden, ihre bestehenden Stromverträge zu kündigen und neue, ihnen unbekannte Verträge abzuschließen.

Raffiniertes Vorgehen der Strom-Betrüger

Die Betrüger verwickeln die potenziellen Opfer in Gespräche, erfragen geschickt Vertrags- und Bankdaten oder nehmen sogar Zählernummern auf. Die Kunden werden manipuliert, eine Unterschrift auf einem mobilen Gerät zu leisten, um angeblich eine Kundenberatung zu bestätigen.

Achtung! Mit dieser Unterschrift können die Täter dann ohne Wissen und Zustimmung der Kunden die bestehenden Stromverträge kündigen und heimlich neue Verträge mit einem anderen Anbieter abschließen.

Die Opfer bemerken den Betrug oft erst, wenn unerwartete Abbuchungen eines fremden Energieversorgers erfolgen oder Mahnungen wegen unbezahlter Rechnungen eintreffen. Da sie bereits unterschrieben haben, ist es für die Betroffenen schwierig, ihre Unwissenheit über den Vertragswechsel zu beweisen.

Die Motivation der Betrüger? – Sie erhalten für jeden Vertragswechsel eine Provision, oft über Mittelsmänner, die im Auftrag der Versorger handeln.

Vorsichtsmaßnahmen gegen Stromabzocke

Angesichts dieser Masche warnt die Polizei eindringlich vor Haustürgeschäften. Sie empfiehlt:

  • Kein Einlass für ungebetene Vertreter oder Verkäufer.
  • Nichts an der Haustür kaufen oder unterschreiben, vor allem nicht unter Druck.
  • Immer Zeugen hinzuziehen.
  • Auf Datum und Unterschrift achten.
  • Vertragskopie mit klaren Angaben zum Vertragspartner verlangen.
  • Widerrufsrecht innerhalb von 14 Tagen per Einschreiben mit Rückschein nutzen.
  • Niemals Zählernummern oder Kontodaten herausgeben, es sei denn, ein Anbieterwechsel ist gewünscht.
  • Betrugsversuche melden.

Fazit: Bleiben Sie wachsam!

Diese Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, wachsam zu sein und seine persönlichen Daten zu schützen. Die Polizei ermutigt Betroffene, Betrugsversuche zu melden.

Quelle: Presseportal

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