Falsche Spuren: Ukrainische Ausweise und der Moskauer Anschlag

Nein, diese Ausweise beweisen nicht, dass die Ukraine in den Moskauer Anschlag verwickelt ist.

Ein Moment Ihrer Zeit für die Wahrheit.

In einer Welt voller Fehlinformationen und Fake News ist es unser Auftrag bei Mimikama.org, Ihnen zuverlässige und geprüfte Informationen zu liefern. Tag für Tag arbeiten wir daran, die Flut an Desinformation einzudämmen und Aufklärung zu betreiben. Doch dieser Einsatz für die Wahrheit benötigt nicht nur Hingabe, sondern auch Ressourcen. Heute wenden wir uns an Sie: Wenn Sie die Arbeit schätzen, die wir leisten, und glauben, dass eine gut informierte Gesellschaft für die Demokratie essentiell ist, bitten wir Sie, über eine kleine Unterstützung nachzudenken. Schon mit wenigen Euro können Sie einen Unterschied machen.

Stellen Sie sich vor, jeder, der diese Zeilen liest, würde sich mit einem kleinen Beitrag beteiligen – gemeinsam könnten wir unsere Unabhängigkeit sichern und weiterhin gegen Fehlinformationen ankämpfen.

So kannst Du unterstützen:

PayPal: Für schnelle und einfache Online-Zahlungen.
Steady oder Patreon: für regelmäßige Unterstützung.

Autor: Claudia Spiess

Die Behauptung

Im Internet werden Fotos von ukrainischen Ausweisen als Beweis für die Beteiligung der Ukraine am Anschlag in Moskau am 22. März 2024 verbreitet.

Unser Fazit

Die im Netz geteilten Ausweisfotos sind keine Beweise für eine Verbindung der Ukraine zum Moskauer Anschlag. Sie stammen aus anderen Kontexten oder sind lediglich Beispielbilder.

Die verbreitete Behauptung

Nach dem verheerenden Anschlag in Moskau verbreiteten sich schnell Fotos von ukrainischen Ausweisen im Internet, begleitet von Behauptungen, diese würden die Täter als ukrainische Staatsbürger identifizieren.

Screenshot X (Twitter)
Screenshot X (Twitter) (hier archiviert)

Die russischen Behörden und Präsident Putin deuteten an, dass die Verdächtigen Verbindungen zur Ukraine hätten, eine Behauptung, die von der ukrainischen Regierung zurückgewiesen wurde. Diese Vorwürfe führten zu einer Welle der Desinformation und erhitzten Debatten über die mutmaßlichen Ursprünge der Angreifer.

Die Faktenprüfung zu den Ausweisen

Eine detaillierte Analyse zeigt, dass die verbreiteten Ausweisfotos aus verschiedenen, mit dem Anschlag unzusammenhängenden Kontexten stammen. Eines der Bilder gehört zu einem Ukrainer, der wegen eines Angriffs auf eine Synagoge im Jahr 2020 verhaftet wurde, ein weiteres zu einem bekannten ukrainischen YouTuber. Die anderen beiden Bilder sind lediglich Beispielbilder, die online zu finden sind.

Die russischen Behörden haben tatsächlich vier Staatsbürger Tadschikistans im Zusammenhang mit dem Anschlag angeklagt, was die Unbeteiligung der auf den Fotos gezeigten Personen bestätigt.

Auch bekannte sich wenige Stunden nach dem Anschlag der „Islamische Staat“ (IS) zu der Tat.

Erweiterte Faktenprüfung und Schlussfolgerungen

Die Verbreitung der Ausweisfotos als angebliche Beweise für die Beteiligung ukrainischer Staatsbürger am Moskauer Anschlag entbehrt jeder faktischen Grundlage. Die Aufklärung dieses Falles unterstreicht die Bedeutung einer kritischen Betrachtung von Online-Informationen, insbesondere in Zeiten politischer Spannungen. Die Verantwortung, Desinformation zu erkennen und zu widerlegen, bleibt ein zentraler Aspekt im Kampf gegen die Verbreitung falscher Narrative.

Fragen und Antworten zum Thema Anschlag in Moskau

Frage 1: Sind die im Internet verbreiteten Ausweisfotos Beweise für eine Beteiligung der Ukraine am Anschlag in Moskau?
Antwort 1: Nein, die Ausweisfotos sind irreführend und haben keinen Bezug zum Anschlag.

Frage 2: Wer wurden als Verdächtige des Anschlags identifiziert?
Antwort 2: Die Verdächtigen sind Staatsbürger Tadschikistans, nicht der Ukraine.

Frage 3: Was zeigen die im Netz verbreiteten Ausweisfotos tatsächlich?
Antwort 3: Die Fotos zeigen unbeteiligte ukrainische Personen oder sind Beispielbilder.

Fazit

Eine sorgfältige Überprüfung der im Zusammenhang mit dem Anschlag in Moskau verbreiteten Informationen bestätigt, dass die Ukraine nicht in den Anschlag verwickelt war. Die Fälle von Fehlinformationen unterstreichen die Notwendigkeit, Online-Quellen kritisch zu betrachten und die Fakten stets gründlich zu prüfen.

Quelle: AFP

Um aktuelle und gründlich recherchierte Informationen zu erhalten, abonnieren Sie unseren Newsletter und melden Sie sich für unsere monatlichen Online-Vorträge und Workshops an. Bleiben Sie informiert und kritisch.

Das könnte Sie auch interessieren:
Kann Technologie das Wetter kontrollieren? Ein Blick hinter die Kulissen
Der magnetische Saharastaub: Natürliches Phänomen oder geheime Verschwörung?
Ein Video-Fehler? Die Wahrheit hinter dem Brücken-Clip
Unterstützen 🤍

FAKE NEWS BEKÄMPFEN

Unterstützen Sie Mimikama, um gemeinsam gegen Fake News vorzugehen und die Demokratie zu stärken. Helfen Sie mit, Fake News zu stoppen!

Mit Deiner Unterstützung via PayPal, Banküberweisung, Steady oder Patreon ermöglichst Du es uns, Falschmeldungen zu entlarven und klare Fakten zu präsentieren. Jeder Beitrag, groß oder klein, macht einen Unterschied. Vielen Dank für Deine Hilfe! ❤️

Mimikama-Webshop

Unser Ziel bei Mimikama ist einfach: Wir kämpfen mit Humor und Scharfsinn gegen Desinformation und Verschwörungstheorien.

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal per Link- oder QR-Scan! Aktiviere die kleine 🔔 und erhalte eine aktuelle News-Übersicht sowie spannende Faktenchecks.

Link: Mimikamas WhatsApp-Kanal

Mimikama WhatsApp-Kanal

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.


2) Einzelne Beiträge (keine Faktenchecks) entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und
wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kämpfe mit uns für ein echtes, faktenbasiertes Internet! Besorgt über Falschmeldungen? Unterstütze Mimikama und hilf uns, Qualität und Vertrauen im digitalen Raum zu fördern. Dein Beitrag, egal in welcher Höhe, hilft uns, weiterhin für eine wahrheitsgetreue Online-Welt zu arbeiten. Unterstütze jetzt und mach einen echten Unterschied! Werde auch Du ein jetzt ein Botschafter von Mimikama

Mehr von Mimikama

Mimikama Workshops & Vorträge: Stark gegen Fake News!

Mit unseren Workshops erleben Sie ein Feuerwerk an Impulsen mit echtem Mehrwert in Medienkompetenz, lernen Fake News und deren Manipulation zu erkennen, schützen sich vor Falschmeldungen und deren Auswirkungen und fördern dabei einen informierten, kritischen und transparenten Umgang mit Informationen.