Aktuell versenden Betrüger gefälschte E-Mails, die Empfänger zum Handeln drängen. Das Schreiben sieht offiziell aus, verwendet Logos der Polizei und suggeriert absolute Dringlichkeit. Doch ein genauer Blick zeigt: Es handelt sich um eine perfide Masche.

Vom Gerichtsmandat zur vermeintlichen Festnahme

Die E-Mail enthält einen Text, der Empfänger dazu auffordert, auf angebliche Gesetzesverstöße wie Kinderpornographie, Pädophilie, Cyberpornographie und Exhibitionismus zu reagieren. Mit einer angehängten PDF, die angeblich vom Amtsgericht München stammt, soll Glaubwürdigkeit suggeriert werden. Und wer nicht innerhalb einer Frist reagiert, dem droht angeblich die Festnahme. Doch nicht nur das. Reagiert man nicht, wird die Akte an Medien zur Veröffentlichung weitergegeben.

Ein cleverer Schachzug, um Menschen in Panik zu versetzen und sie zu voreiligen Handlungen zu bewegen.

Gefälschtes Polizei-Schreiben
Gefälschtes Polizei-Schreiben

Indizien sprechen gegen Echtheit

Einige Details entlarven die E-Mail jedoch als Fälschung: So wird in der Anrede „Mr Romann Dieter, Polizeidirektor“ verwendet – in Deutschland ist jedoch nach wie vor die Anrede „Herr“ üblich. Zudem sollte man stutzig werden, wenn als Kontakt eine Gmail-Adresse angegeben ist. Keine Behörde würde solch eine Adresse für offizielle Korrespondenz nutzen.

Auch der Absender “[email protected]” zeigt klar, dass es sich hier um keine offizielle Behörden-Adresse handelt.

Offizielle Stellungnahme über gefälschte E-Mails

Bereits im Juni hat die Bundespolizei vor ähnlichen Mails gewarnt und gibt klare Handlungsempfehlungen: Auf keinen Fall antworten und erst recht nicht zahlen. Und wenn man solch eine E-Mail erhalten hat, sollte man umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten.

Worauf man immer achten sollte

Skeptisch bleiben, genau hinschauen und im Zweifel lieber einmal zu viel nachfragen. Gefälschte Mails können echtem Schaden anrichten – seien es finanzielle Verluste oder eine gestohlene Identität.

Fazit

Die Polizei versendet keine derartigen Mails, auch würde sie nicht mit der Veröffentlichung derartiger Daten drohen.

Sollte man derartige Nachrichten erhalten, ist das Wichtigste, sich zu informieren und nicht in Panik zu geraten.

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