Während Sie tief und fest schlafen, könnten Hacker im Hintergrund arbeiten, um sich Zugriff auf Ihr WhatsApp-Konto zu verschaffen. Diese besorgniserregende Erkenntnis stammt direkt vom Schweizer Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC). Wie genau diese Hacker vorgehen, was sie mit den gestohlenen Konten tun und wie Sie sich schützen können, wird in diesem Artikel detailliert erläutert.

Die Mechanik des nächtlichen Hacks

Es beginnt alles mit einem Anruf – oder eher vielen Anrufen. Einige Opfer haben berichtet, dass sie nachts von unbekannten Nummern angerufen wurden. Diese Anrufe dienten den Hackern dazu, Zugriff auf das WhatsApp-Konto der betroffenen Person zu erlangen.

Wie Hacker Ihre WhatsApp-Nummer missbrauchen

Die Cyberkriminellen beginnen, indem sie die Telefonnummer des Opfers in WhatsApp als ihre eigene ausgeben. Dadurch erhalten sie die Möglichkeit, das Konto zurückzusetzen. WhatsApp bietet dann an, einen PIN-Code per Mail zu senden oder diesen Code über einen Anruf vorzulesen.

Der Trick mit dem Anrufbeantworter

Der kritische Moment kommt, wenn die Option des Anrufs gewählt wird. Denn wird der Anruf nicht entgegengenommen, landet er oft auf einem Anrufbeantworter. In vielen Fällen haben Smartphone-Nutzer das Passwort ihres Anrufbeantworters nie geändert, wodurch häufig das Standardpasswort aktiv ist – zum Beispiel die letzten vier Ziffern der Telefonnummer. Genau diesen Sicherheitsmangel nutzen die Hacker.

Kontosicherung und der Angriff auf Ihre Kontakte

Sobald die Hacker Zugriff auf das Konto haben, aktivieren sie umgehend die Zwei-Faktor-Authentisierung. Dies macht es für das Opfer deutlich schwieriger, das Konto zurückzugewinnen. Doch das ist oft nur der Anfang. Mit dem gehackten Account im Besitz versuchen die Kriminellen dann, auch auf die Konten aus der Freundesliste des Opfers zuzugreifen.

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Wie schütze ich mich vor diesem Hack?

Es ist wichtig, dass Sie proaktiv Maßnahmen ergreifen, um Ihr WhatsApp-Konto zu schützen:

  1. Ändern Sie das Passwort Ihres Anrufbeantworters. Verlassen Sie sich nicht auf Standardpasswörter.
  2. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentisierung für Ihr WhatsApp-Konto. Dies gibt Ihnen eine zusätzliche Sicherheitsebene.
  3. Seien Sie vorsichtig bei der Herausgabe Ihrer Telefonnummer und klicken Sie nicht auf verdächtige Links in Nachrichten.

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Quelle:

NCSC

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)