Das Internet vergisst nichts. Vermisstenanzeige auf Facebook

Im Netz kursieren oft veraltete Informationen. Mimikama hilft Ihnen, Falschmeldungen zu erkennen und verantwortungsvoll mit Inhalten umzugehen

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Wir schreiben den 29.12.2011. Auf Facebook wird eine Vermisstenanzeige veröffentlicht und geteilt. Wir haben damals mit dem Ersteller (dem Vater des Kindes) Kontakt aufgenommen und nachgefragt.

Am selben Tag noch haben wir die Nachricht bekommen, dass seine Tochter wieder zu Hause ist und das er bereist die Vermisstenmeldung wieder gelöscht hat. Durch diese Löschung wurden auf Facebook auch alle Statusbeiträge automatisch entfernt, die diesen geteilt haben.

Leider kommt es aber immer wieder vor, dass Facebook-Nutzer gewissen Statusbeiträge nicht TEILEN sondern KOPIEREN und diesen ERNEUT als EIGENEN STATUSBEITRAG wieder veröffentlichen. Löscht nun der Ersteller seinen Beitrag, dann bleiben die kopierten Beiträge jedoch stehen.  Für die anderen User wirkt es also nun, als würde das Kind noch immer vermisst werden.

Und dies nun schon seit über 4,5 Jahren!

Es geht bzw. es ging um diese Vermisstenanzeige

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Wir haben im Jahre 2011 über die vermisste Jasmin aus Kapfenberg auch hier berichtet.

September 2015

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Der Spruch: “Das Internet vergisst nichts” trifft hier punktgenau zu. Ein User hat am 7.9.2015, also 4 Jahre danach, das Bild erneut gepostet. Woher er dieses hat wissen wir auch nicht. Fakt ist jedoch, dass es nun den Anschein macht, dass Jasmin abermals gesucht wird.

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Aus einer echten Vermisstenmeldung aus dem Jahre 2011 entsteht nun ein Kettenbrief bzw. eine Falschmeldung.

An dieser Stelle können wir nur folgendes unseren Lesern mitgeben.

Wenn Ihr auf Facebook etwas seht, dann verwendet dazu bitte die TEILEN-Funktion. Diese hat schon Sinn und Ihre Berechtigung. Wenn Ihr sonst wo im Netz etwas seht und in Folge dies auf Facebook veröffentlicht, dann gebt bitte immer die Quelle an. So kann man diese zumindest auch nachvollziehen.

In diesem Falle ist im Jahre 2011alles gut ausgegangen. Jasmin ist damals wohlbehütet wieder nach Hause gekommen. Stellt Euch bitte aber einmal vor, dass hier etwas schreckliches passiert wäre. Es gibt immer wieder Vermisstenfälle wo Menschen tot aufgefunden werden.

Eltern, Verwandte, Bekannte und Freunde haben darunter auch noch nach Jahren darunter zu leiden, da gewisse Vermisstenmeldungen, da eben NICHT GETEILT sondern KOPIERT, immer wieder aufs neue autauchen. Und dies auch noch nach Jahren.

Nicht vergessen: Das Internet vergisst nichts.


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