Was ursprünglich als hilfreiches Tool zur Ortung von Gegenständen konzipiert wurde, entwickelt sich nun zur Waffe in den Händen von Stalkern. Aber wie können Sie sich davor schützen?

Das Dilemma der AirTags

Einst gedacht als hilfreiches Tool, um verlorene Schlüssel oder Koffer zu finden, werden die AirTags nun in einigen Fällen missbraucht, um Personen zu verfolgen. Erschreckende Berichte über unerwünschte Verfolgungen und sogar Verbrechen, bei denen diese Technologie zum Einsatz kam, häufen sich.

AirTag in Schulranzen

Erst gestern berichteten wir über eine Warnung, die von einem Facebook-Posting ausgeht, in der ein Junge einen AirTag in seinem Schulranzen gefunden hatte. (HIER)

In diesem Fall wurde Anzeige erstattet, da man im schlimmsten Fall die Machenschaften von Kindesentführern hinter dem unerwarteten Fund befürchtete. Die Polizei nimmt diese Meldung ernst, kann allerdings eine bekannte Masche von Kindesentführungen in Zusammenhang mit Stalking durch AirTags nicht bestätigen. Bekannt ist hier eher die missbräuchliche Verwendung durch Partner oder Ex-Partner.

Klagen gegen Apple: Ein Weckruf?

Im Jahr 2022 wurde eine Klage gegen Apple eingereicht. In der Klageschrift wird behauptet, AirTags würden als „Waffe der Wahl“ für Stalker verwendet. Einige Opfer, die sich dieser Klage anschlossen, behaupten, sie seien Opfer von Verbrechen geworden, nachdem sie mit AirTags verfolgt wurden.

Wie Sie sich schützen können

Es gibt auch gute Nachrichten. Apple und andere Hersteller haben bereits mit der Einführung neuer Tools und Funktionen reagiert:

  • Finden per App: Sowohl iPhone- als auch Android-Nutzer können jetzt feststellen, ob ein AirTag in ihrer Nähe ist. Bei Verdacht können sie einen Alarm auslösen, um das Gerät zu orten.
  • Beweise sichern: Wenn Sie einen unerwünschten AirTag entdecken, können Sie wichtige Informationen darüber abrufen, um Beweise zu sichern und rechtliche Schritte einzuleiten.
  • Vorsicht bei Fund: Experten warnen davor, sofort auf einen entdeckten AirTag zu reagieren, besonders wenn das potenzielle Opfer mit dem vermeintlichen Stalker zusammenlebt.
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Fazit

Die missbräuchliche Verwendung dieser Geräte zum Stalking ist ein beunruhigendes Phänomen, das die Notwendigkeit unterstreicht, sich sowohl der Technologie, die wir täglich nutzen, als auch der potenziellen Risiken, die sie mit sich bringt, bewusst zu sein.

Obwohl Hersteller wie Apple Maßnahmen ergreifen, um den Missbrauch zu reduzieren und den Nutzern mehr Kontrolle und Bewusstsein zu geben, liegt es letztlich an den Einzelpersonen, wachsam zu bleiben und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Indem man sich informiert hält und proaktive Schritte unternimmt, kann man die Kontrolle über die eigene digitale Sicherheit behalten und sich effektiv vor potenziellen Bedrohungen schützen.

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Quelle:

futurezone.at, ArsTechnica

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