Amazon: Monopol im Onlinehandel?

Entdecken Sie bei Mimikama die Auswirkungen von Amazons Marktanteil auf Preise und kleine Händler. Informieren Sie sich über den Onlinehandel im Wandel

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Quelle: SWR Marktcheck

2021 stieg der Marktanteil von Amazon auf 55 Prozent an. Während Zalando, Otto Kaufland und Co. zusammen gerade mal auf zehn Prozent kommen, ist der Marktanteil des Riesens in der Corona-Pandemie zusätzlich gestiegen. Die restlichen 35 Prozent teilen sich viele hunderttausend Online-Shops.

Wie Amazon Preise kontrolliert

Plusminus hat recherchiert und herausgefunden, dass Händler im Kampf um die Buy Box durchschnittlich mehr als 30-mal am Tag ihre Preise ändern. Für den Kunden liegt darin zunächst kein Nachteil, da oft die günstigsten Produkte die Buy Box erhalten.

Allerdings ist Amazon selbst auch Händler auf dem Amazon Marketplace und verkauft Produkte. Händler, mit denen Plusminus sprechen konnte, bezweifeln, dass für Amazon als Händler die gleichen Spielregeln wie für die anderen Händler gelten. Eine exklusive Preisanalyse, die für die SWR-Recherchen erstellt wurde, zeigt, dass den Kunden teilweise teurere Produkte von Amazon angezeigt werden, obwohl es einen günstigeren Anbieter gegeben hätte. Amazon bestreitet eine Bevorzugung und verweist darauf, dass neben Preis- und Liefergeschwindigkeit noch andere Kriterien eine Rolle spielen.

Wie reagieren die Behörden?

In Brüssel prüft die EU-Kommission seit 2020 unter anderem, ob der Online-Gigant Amazon andere Händler auf seiner Plattform benachteiligt. Kartellrechtsexperten sagen, dass nicht zugelassen werden dürfe, dass private Unternehmen bestimmen, wie Wettbewerb funktioniert und welche Nachfrage durch welchen Anbieter bedient wird. Außerdem gab es bereits Beschwerden seitens der Händler, dass Amazon Daten missbrauche und sie zum eigenen Vorteil nutzen würde.
Das Bundeskartellamt will in wenigen Wochen darüber entscheiden, ob ein Unternehmen mit „überragender marktübergreifender Bedeutung für den Wettbewerb“ ist.

Was ist der Digital Market Act?

Ein neues EU-Gesetz soll die Macht von Amazon, Google, Facebook und Apple einschränken. Dort soll klar definiert werden, was sie künftig dürfen und was nicht. Das Gesetz tritt Ende 2022 in Kraft. Nach einer Karenzzeit von zwei Jahren müssen betroffene Konzerne mit Konsequenzen rechnen. (Wir haben HIER darüber berichtet)

Quelle: SWR Marktcheck

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