Sie manipulieren die Gefühle, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen: Betrüger haben einen Bocholter um mehrere Tausend Euro gebracht.

Dabei nutzten die Täter das Internet, um sich in das Vertrauen des Mannes zu schleichen. Typisch für diese Masche des „Love Scamming“: Psychologisch geschickt bauten die Täter über einen längeren Zeitraum per Chat eine Beziehung zu ihrem Opfer auf – dieses glaubte, bei seinem Gegenüber handle es sich um eine Amerikanerin.

Angeblich diene sie bei der US Army im Irak, sei zu Geld gekommen und wolle es dem Bocholter für die gemeinsame Zukunft schicken.

Doch für das Paket fielen immer wieder vermeintliche Kosten an – für den Transport, die Zollbehörden oder ähnliches. So überwies der Bocholter in gutem Glauben selbst mehrfach Geld, statt welches zu bekommen.

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Das Vorgehen der Täter in diesem Fall stellt für die Ermittler der Kripo in Borken nichts Unbekanntes dar. Experten sprechen dabei vom sogenannten „Scamming“: Der vermeintliche Weg zum Glück führt dabei über Vorauszahlungen an einen Betrüger, englisch „Scammer“. Eine Variante davon: das Love- oder auch Romance-Scamming. Die Betrüger suchen in Online-Partnerbörsen und sozialen Netzwerk nach möglichen Opfern.

Auf den ersten Kontakt folgt eine Phase intensiver Liebesbekundungen. Die Täter legen damit psychologisch die Grundlage, um im nächsten Schritt erfolgreich um Geld bitten zu können. Die Betrüger zeigen sich erfinderisch, wenn es darum geht, vermeintliche Notlagen zu schildern.

Die Opfer schöpfen zu diesem Zeitpunkt leider oft nicht so schnell Verdacht. Denn die Täter haben sie bewusst in eine emotionale Abhängigkeit gebracht. Oft ziehen sich derartige Fälle über einen längeren Zeitraum.

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Wie die Täter im Detail vorgehen, wie sie sich erkennen lassen und was Betroffene tun sollten schildert die polizeiliche Internetseite.

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Quelle: Kreispolizeibehörde Borken
Artikelbild: Shutterstock / Von Africa Studio

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