Die Täter erstellen Angebote zumeist auf der Handelsplattform ebay und bieten Tierfutter zu Verkaufspreisen an, die deutlich unter den üblichen Handelspreisen liegen. Interessierte bestellen im Glauben ein Schnäppchen zu machen. Die Bezahlung erfolgt gewöhnlich über den Finanzdienstleiter Paypal. Im Rahmen des Bestellvorgangs geben die Besteller/-innen ihre personenbezogenen Daten an.

Die Täter/-innen wiederum nutzen diese Daten, um bei seriösen Onlinehändlern das von ihnen inserierte Futter im Namen der Geschädigten zu bestellen. Das Futter wird dann von den seriösen Händler/-innen auch geliefert, an die Geschädigten, die ursprünglichen Besteller bei ebay. Bezahlt wird diese Futterlieferung von den Täter/-innen aber natürlich nicht.

Zahlungsaufforderung für Tierfutter folgt

Die darauffolgenden Zahlungsaufforderungen der seriösen Händler/-innen erreichen die Geschädigten in der Regel nicht, da diese per E-Mail an eine Adresse versandt werden, die tatsächlich nicht den Geschädigten gehört. Erst durch das Mahnverfahren, welches auf dem Postweg an die tatsächliche Lieferanschrift durchgeführt wird, werden die Geschädigten über den Vorfall informiert.

Aufgrund des Zeitverzuges bis zum Mahnverfahren ist das Futter bereits verbraucht und die Lieferverpackungen liegen nicht mehr vor. Die Geschädigten können somit nicht mehr nachvollziehen, welcher ebay-Händler den Täter/-innen zuzuordnen ist. Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, dass die Täter/-innen im asiatischen Raum ansässig sind.

Das Präventionsteam der Polizeiinspektion Northeim empfiehlt insbesondere bei besonders günstigen Angeboten und unbekannten Shops vorsichtig zu sein und vor dem Kauf Erfahrungen anderer Käufer/-innen zu nutzen.

Quelle:

Presseportal

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