„[Bundesminister der Finanzen]
Lieber Bürger Ihnen steht noch ein ausstehender betrag von 529.28 EUR zur Verfügung. Clicken Sie hier: https://itssl.com/7sXQm“ (sic!)

Hinter vermeintlichem „Bundesminister der Finanzen“ stecken Betrüger

Mit diesem Text wollen Betrüger die Empfänger:innen dieser Nachrichten dazu bewegen, auf den in der Nachricht enthaltenen Link zu klicken, um eine Chance auf über 500 Euro zu bekommen.

Screenshot der SMS
Screenshot der SMS

Diese Nachricht ist ein Fake!

Abgesehen von Rechtschreib- und Grammatikfehlern sollte auf den ersten Blick klar sein, dass es sich bei dem angeführten Link um keine seriöse Webseite eines Bundesministeriums handeln kann. Die offizielle Webseite des Bundesministeriums der Finanzen lautet bundesfinanzministerium.de.

Die SMS selbst wird als Spam gekennzeichnet.

Link führt zu gefälschter Seite

Der dubiose Link, der in der Nachricht angeführt ist, leitet zu einer gefälschten Seite. Auf dieser wird man informiert, dass es sich um eine Steuerrückerstattung handeln würde. Das entsprechende Formular würde nur 24 Stunden gültig sein. Dadurch wird außerdem Druck aufgebaut, indem vermittelt wird, man müsse rasch handeln.

Bei einem Klick auf „Weiter“ wird man aufgefordert, seine Bank- oder Kreditkartendaten einzugeben, um das Guthaben zu erhalten.

Das Dreieck mit dem Rufzeichen, das im Handybrowser angezeigt wird, informiert über eine nicht sichere Seite. Auch hier wieder: „bannns72gm.temp.swest.ru“ ist keinesfalls eine Seite des Bundesministeriums der Finanzen.

Wie erkenne ich Fake-Nachrichten?

  • Link: Links in Nachrichten sind immer verdächtig. Wird man aufgefordert, sich in seinem Bankkonto einzuloggen, sollte man wie gewohnt die Seite seiner Bank aufrufen und nicht über den Link in der Nachricht.
  • Fehler: Ist eine Nachricht voller Rechtschreib- und Grammatikfehler, kann man von Betrug ausgehen.
  • Nachfragen: Bei Zweifel oder Unsicherheit über den Inhalt einer Nachricht ist es am einfachsten, beim angeblichen Absender direkt nachzufragen.

Daten eingegeben?

  • Hat man seine Bankdaten eingegeben, sollte man sofort seine Bank kontaktieren und erklären, dass man in eine Phishing-Falle getappt ist.
  • Achtung vor ungewöhnlichen Anrufen. Möglicherweise versuchen Kriminelle unter einem Vorwand, Zahlungen freizugeben oder einen TAN-Code durchzugeben.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)