Die Verbraucherzentrale Niedersachsen schlägt Alarm bezüglich einer raffinierten Betrugsmasche auf Online-Verkaufsplattformen. Der sogenannte Dreiecksbetrug bringt Käufer in eine missliche Lage, indem Kriminelle unter Ausnutzung ihrer Identität betrügerische Transaktionen durchführen. Diese Masche stellt eine ernsthafte Bedrohung für das Vertrauen und die Sicherheit auf Online-Marktplätzen dar.

Das Vorgehen der Betrüger

Die Betrüger agieren geschickt: Sie inserieren Produkte auf Plattformen wie Kleinanzeigen, wobei der Kauf scheinbar regulär abgewickelt wird. Die Käufer überweisen das Geld an die von den Betrügern angegebene Kontoverbindung und teilen ihre persönlichen Daten für den Versand mit. Anstatt jedoch die Ware selbst zu verschicken, nutzen die Kriminellen diese Daten, um das Produkt in einem Onlineshop im Namen des Käufers zu bestellen und auf Rechnung zu kaufen. Während die Ware beim Käufer eintrifft, bleibt die Zahlung an den Onlineshop aus, und der Käufer steht unwissentlich in der Schuld.

Die Komplexität des Dreiecksbetrugs

Kathrin Bartsch, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen, erläutert, dass diese Betrugsmethode über das einfache Abschöpfen von Geld hinausgeht. Die Betrüger schaffen es, mit der Ware doppelt zu kassieren und die persönlichen Daten der Käufer für weitere Betrügereien zu missbrauchen. So können unter anderem weitere Accounts auf Kleinanzeigen im Namen der Betroffenen erstellt und für zusätzliche Betrugsfälle genutzt werden.

Maßnahmen für Betroffene

Betroffene sollten umgehend Strafanzeige erstatten und sowohl das Verkaufsportal als auch den betroffenen Onlineshop informieren. Bezüglich der unerwünscht erhaltenen Ware empfiehlt Bartsch, diese zurückzugeben, um nicht für die Kosten aufkommen zu müssen. Allerdings kann es je nach Zahlungsweise vorkommen, dass Käufer auf dem finanziellen Schaden sitzen bleiben.

Fazit:

Der Dreiecksbetrug auf Verkaufsportalen ist eine ernstzunehmende Bedrohung, die sowohl finanzielle Verluste als auch datenschutzrechtliche Probleme für die Betroffenen mit sich bringt. Es ist wichtig, dass Nutzer von Online-Marktplätzen sich der Risiken bewusst sind und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen. Im Falle eines Betrugs sollten umgehend rechtliche Schritte eingeleitet werden.

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Quelle: Verbraucherzentrale-Niedersachsen

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