Erpresser-Trojaner-Bande inmitten des Ukraine-Kriegs zerschlagen

Durchbruch im Kampf gegen Cyberkriminalität: Internationale Zusammenarbeit gegen Ransomware-Bande

Autor: Sonja Bart

Ukraine – Das digitale Zeitalter hat uns viele Vorteile gebracht, aber auch neue Bedrohungen. Eine dieser Bedrohungen für unsere digitale Sicherheit ist Ransomware – eine Form von Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und für deren Freigabe ein Lösegeld verlangt. Diese Art von Cyberangriff hat Unternehmen und Privatpersonen weltweit Milliarden gekostet. Doch nun gibt es einen Hoffnungsschimmer: In einer beispiellosen internationalen Aktion haben Behörden aus sieben Ländern gemeinsam mit Europol und Eurojust eine Ransomware-Bande aus der Ukraine zerschlagen.

Eine koordinierte Aktion gegen Cyberkriminalität

Am 21. November durchsuchten die Behörden 30 Immobilien in den Regionen Kyiv, Cherkasy, Rivne und Vinnytsia, was zur Festnahme des 32-jährigen Anführers führte. Außerdem wurden vier seiner aktivsten Komplizen verhaftet. Diese Operation ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Cyberkriminalität und stellt einen Wendepunkt dar, insbesondere im Hinblick auf die aktuellen militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine.

Internationale Zusammenarbeit trotzt Herausforderungen des Kriegs in der Ukraine

Mehr als 20 Ermittler aus Norwegen, Frankreich, Deutschland und den USA wurden nach Kyiv entsandt, um die ukrainische Nationalpolizei bei ihren Ermittlungen zu unterstützen. Diese koordinierten Bemühungen zeigen, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Internetkriminalität ist, selbst unter den schwierigen Bedingungen eines andauernden Krieges.

Das Netzwerk und seine Methoden

Die mutmaßlichen Cyberkriminellen sind Teil eines Netzwerks, das für eine Reihe von groß angelegten Ransomware-Angriffen in 71 Ländern verantwortlich gemacht wird. Sie richteten sich gezielt gegen große Unternehmen und verwendeten Ransomware wie LockerGoga, MegaCortex, HIVE und Dharma. Zu ihren Taktiken gehörten Brute-Force-Angriffe, SQL-Injektionen und das Versenden von Phishing-E-Mails mit schädlichen Anhängen.

Die Auswirkungen der Attacken

Die Täter verschlüsselten mehr als 250 Server großer Unternehmen und verursachten einen Schaden von mehreren hundert Millionen Euro. Diese Zahl verdeutlicht die verheerenden Auswirkungen, die Ransomware auf die globale Wirtschaft und Sicherheit haben kann.

Zukunftsorientierte Maßnahmen

Die Ermittlungen führten auch zur Entwicklung von Entschlüsselungswerkzeugen für die Ransomware-Varianten LockerGoga und MegaCortex, die kostenlos auf www.nomoreransom.org zur Verfügung gestellt werden. Dies ist ein entscheidender Schritt, um Opfern von Ransomware-Angriffen Hilfe anzubieten und zukünftige Angriffe zu verhindern.

Fazit: Ein Sieg für die digitale Sicherheit

Diese Operation ist ein gutes Beispiel dafür, wie internationale Zusammenarbeit und entschlossenes Handeln im Kampf gegen Cyberkriminalität etwas bewirken können. Sie zeigt, dass die internationale Gemeinschaft trotz der Herausforderungen durch Kriege und geopolitische Spannungen gemeinsam gegen Bedrohungen vorgehen kann, die keine Grenzen kennen.

Quelle: EUROPOL

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