Faktencheck: Meta sperrt tausende Facebook-Accounts aus China

Maßnahmen gegen koordiniertes nicht-authentisches Verhalten auf Facebook

Autor: Hildegard O.

Die Behauptung

Meta hat tausende von Facebook-Accounts deaktiviert, die sich als US-Amerikaner ausgaben, aber tatsächlich in China eingerichtet wurden, um sich zu US-Politik und US-China-Beziehungen zu äußern.

Unser Fazit

Meta deaktivierte tatsächlich etwa 5000 Accounts, hauptsächlich aus China, die fälschlicherweise als US-Bürger auftraten, um Einfluss auf die US-Politik zu nehmen.

Meta hat kürzlich tausende Facebook-Accounts deaktiviert, die meisten davon mit Ursprung in China. Diese Konten gaben sich fälschlicherweise als US-Amerikaner aus und äußerten sich zu US-amerikanischer Politik und den Beziehungen zwischen den USA und China. Dieser Schritt von Meta ist Teil eines fortlaufenden Bemühens, Coordinated Inauthentic Behavior (CIB) („koordiniertes nicht-authentisches Verhalten“) auf seinen Plattformen zu bekämpfen.

Hintergrund der Account-Deaktivierungen in China

Fakt: Laut Metas jüngstem „threat report“ wurden etwa 5000 chinesische Facebook-Accounts deaktiviert. Diese Konten waren noch nicht in signifikante Interaktionen mit authentischen Gemeinschaften auf Facebook eingetreten.

Analyse: Die Deaktivierung dieser Konten zeigt Metas Bemühungen, Fehlinformationen und Desinformation auf seinen Plattformen zu unterbinden, insbesondere im Vorfeld wichtiger politischer Wahlen. Das Unternehmen setzt dabei auf Datenanalysen, um solche Aktivitäten aufzuspüren.
Quelle: Meta

Weitere Löschungen und Rangliste des CIB-Ursprungs

Fakt: Zusätzlich zu den chinesischen Konten wurden 13 Accounts und sieben Gruppen aus China sowie einige russische Accounts entfernt. Diese richteten sich hauptsächlich gegen Indien und Tibet.

Analyse: Mit diesen Maßnahmen reagiert Meta auf das Phänomen des CIB, wobei der Fokus weniger auf den Inhalten als vielmehr auf dem Verhalten der Gruppen liegt. China steht nun hinter Russland und Iran an dritter Stelle in der Rangliste des Ursprungs der meisten unterbundenen CIB-Aktivitäten.

Meta’s Strategie gegen Desinformation

Fakt: Meta hat seit 2016 über 20 Milliarden US-Dollar in Personal und Technologie investiert, um CIB und Desinformation zu bekämpfen. Ab 2024 müssen Werbetreibende den Einsatz von KI und anderen digitalen Techniken für politische Werbung offenlegen.

Analyse: Diese Investitionen und Richtlinienänderungen zeigen Meta’s Engagement, um Desinformation und manipulative Kampagnen auf seinen Plattformen zu bekämpfen. Besonders im Hinblick auf bevorstehende Wahlen ist dies ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Informationsintegrität.

Fazit: Wichtige Maßnahmen im Kampf gegen Online-Desinformation

Die jüngsten Aktionen von Meta tausende Accounts, insbesondere aus China, wegen koordinierten nicht-authentischen Verhaltens zu deaktivieren, sind ein bedeutender Schritt im Kampf gegen Online-Desinformation und Fehlinformation. Diese Bemühungen sind entscheidend, um die Integrität politischer Diskurse und Wahlen in digitalen Räumen zu wahren.

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