Von Bayern nach Bahrain und zurück: Etikettenfehler sorgt für Wirbel

Falsch deklariertes Rindfleisch wirft Fragen auf

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Autor: Hildegard O.

Die Behauptung

Ein bayerischer Jungbulle soll in Bahrain geschlachtet und sein Fleisch zurück nach Deutschland transportiert worden sein. Ein Etikett soll das belegen.

Unser Fazit

Die Geschichte entpuppt sich als ein Etikettenfehler. Tatsächlich wurde der Jungbulle in Bayern geschlachtet, wie vom Unternehmen Globus bestätigt.

Ein kürzlich aufgetauchtes Etikett mit der Behauptung, ein Jungbulle aus Bayern sei in Bahrain geschlachtet worden, löste eine Welle der Verwunderung und Empörung aus. Doch wie so oft im Zeitalter der sozialen Medien ist nicht alles wahr, was auf den ersten Blick skandalös erscheint. Die Geschichte hinter dem Etikett zeigt die Komplexität der Lebensmittelkennzeichnung und die Bedeutung von Transparenz in der Lieferkette.

Worum geht es bei dem Etikett?

Das Etikett eines bayerischen Rindergulaschs weckte Zweifel an der Logik der Fleischlieferkette, indem es suggerierte, der Jungbulle sei in Bahrain geschlachtet worden, bevor sein Fleisch zurück nach Deutschland gelangte.

Screenshot X (hier archiviert) von dem Kassenzettel mit Bahrain als Ort der Schlachtung
Screenshot X (hier archiviert) von dem Kassenzettel mit Bahrain als Land der Schlachtung

In einer Welt, in der die Nachhaltigkeit von Lebensmittelproduktion und -konsum immer mehr in den Fokus rückt, sorgte diese Behauptung für Irritationen und Diskussionen auf Social-Media-Plattformen.

Unsere Bewertung zum Thema „Schlachtung in Bahrain“

Das Auftauchen des Labels und die damit verbundene Verwirrung zeigen, wie sensibel Verbraucher auf Informationen zur Herkunft von Lebensmitteln reagieren. Die Vorstellung, dass Tiere unnötig lange Transportwege zurücklegen müssen, steht in direktem Widerspruch zu den wachsenden Forderungen nach Regionalität und Nachhaltigkeit im Konsum. Dass es sich bei der Angabe um einen Irrtum handelte, beruhigt zwar, wirft aber gleichzeitig Fragen zur Sorgfalt und Transparenz bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln auf.

Die Firma Globus, die hinter diesem Produkt steht, reagierte in einem Kommentar auf Facebook auf die Vorwürfe.

Screenshot Facebook
Screenshot Facebook

Kommentar im Klartext:

Hallo, leider können wir anhand des Bildes nicht ganz nachvollziehen, ob es sich hierbei um ein nachträglich bearbeitetes Bild handelt oder es hier zu einem Etikettenfehler gekommen ist. Uns bei GLOBUS liegt das Thema Tierwohl sehr am Herzen, deshalb können wir dich beruhigen: Die GLOBUS Markthalle aus Neutraubling bezieht dieses Fleisch aus ihrer Region Bayern. Das heißt, die Tiere werden dort geboren, groß gezogen und auch geschlachtet. Somit können wir jedes Tier von Geburt bis Schlachtung nachverfolgen.

Wir von GLOBUS zählen mit unseren Eigenproduktionsbereichen wie zum Beispiel der Fachmetzgerei oder dem Fischmarkt zum produzierenden Gewerbe. Somit übernehmen unsere GLOBUS Markthallen eine besondere Verantwortung entlang der Lieferkette. Unser Anspruch ist, dass alle genutzten Rohstoffe, ganz besonders die Produkte, bei denen das Tierwohl und die Haltungsbedingungen von Bedeutung sind, mindestens nationalen und europäischen Standards entsprechen oder in vielen Fällen sogar übertreffen. Dies wird durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern und Kontrollstellen gewährleistet, die eine hohe Qualität des Fleisches und artgerechte Lebensbedingungen der Tiere sichern.

Als familiengeführtes Unternehmen ist es uns ein besonderes Anliegen, an den jeweiligen Standorten gerade mit kleineren sowie regionalen Anbietern eine Partnerschaft einzugehen, Arbeitsplätze in lokalen Betrieben zu sichern und die heimische Wirtschaft zu fördern.

Die kurzen Lieferwege verringern zudem die Belastung der Umwelt.

Für weitere Rückfragen kannst du gerne unseren Metzgereileiter vor Ort ansprechen. Dieser kann dir hier zu allem eine Auskunft geben.

Liebe Grüße, Noah von GLOBUS

Fakten

Die genaue Untersuchung des Falles ergibt einen einfachen Kennzeichnungsfehler beim Handelsunternehmen Globus. Die Angabe, der Jungbulle sei in Bahrain geschlachtet worden, ist falsch.

Stattdessen wurde das Tier, wie von Globus bestätigt, in Bayern (nicht in Bahrain!) geschlachtet und verarbeitet. Auf dem Etikett findet sich das Kürzel BY 10504, das für den Schlachtbetrieb „Südfleisch Waldkraiburg“ (Bayern) steht.

MIMIKAMA
Von Bayern nach Bahrain und zurück: Etikettenfehler sorgt für Wirbel

Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung einer korrekten und verlässlichen Lebensmittelkennzeichnung, die es den Konsumentinnen und Konsumenten ermöglicht, sich zu informieren.

Fragen und Antworten

Frage 1: Wurde der Jungbulle tatsächlich in Bahrain geschlachtet?
Antwort 1: Nein, es handelte sich um einen Kennzeichnungsfehler. Der Jungbulle ist in Bayern geschlachtet worden.

Frage 2: Wie hat die Firma auf die Verwechslung reagiert?
Antwort 2: Globus klärte den Fehler schnell auf und betonte sein Bekenntnis zu Regionalität und Qualität.

Frage 3: Wie wichtig ist die Kennzeichnung von Lebensmitteln?
Antwort 3: Sehr wichtig, sie ermöglicht es den Konsumentinnen und Konsumenten, eine bewusste Wahl zu treffen.

Frage 4: Was sagt der Vorfall über die Bedeutung von Transparenz aus?
Antwort 4: Transparenz ist entscheidend für das Vertrauen der Verbraucher in die Lebensmittelindustrie.

Frage 5: Warum ist Regionalität in der Fleischproduktion wichtig?
Antwort 5: Sie fördert die Nachhaltigkeit, unterstützt die lokale Wirtschaft und reduziert Umweltbelastungen.

Fazit

Die Geschichte des falsch etikettierten Rindergulaschs endete als Lehrstück über die Bedeutung von Genauigkeit und Transparenz bei der Lebensmittelkennzeichnung. Ein einfacher Fehler führte zu einer breiten Diskussion über die Praktiken der Fleischindustrie und die Erwartungen der Verbraucher an Nachhaltigkeit und Regionalität.

Es zeigt, dass Verbraucher heute aufmerksamer denn je sind und Wert auf die Herkunft ihrer Lebensmittel legen. Für die Unternehmen bedeutet dies, dass sie bei der Produktion und Kennzeichnung höchste Sorgfalt walten lassen müssen, um das Vertrauen ihrer Kunden zu erhalten.

Quelle: Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt, supermarktcheck.de

Community-Power

MIMIKAMA-Hinweis

Dieser Artikel wurde durch die vereinte Kraft unserer Community-Power im Mimikama-Forum realisiert! Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Mimikamas. Wie wir zu diesen Erkenntnissen gelangt sind, können Sie hier nachvollziehen:

< Rindergulasch aus Bahrain >

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