Alles rund um das Thema Facebook

Messenger-Nachricht: „Sieh mal, wer gestorben ist“

Diese Falle kennen wir bereits seit Jahren. Mit der Nachricht, die über den Messenger bei Nutzern eintrudelt, sollte man allerdings vorsichtig umgehen.

Claudia Spiess

Hier wird mit Emotionen gespielt, indem in der Nachricht, die Nutzer über den Facebook Messenger erhalten, geschrieben wird, dass jemand gestorben sei, den man wohl selbst kannte.

„Sieh mal, wer gestorben ist“

„Sieh mal, wer gestorben ist, bei einem Unfall, ich glaube, du kennst ihn, tut mir leid…“

Screenshot der Nachricht im Facebook Messenger
Screenshot der Nachricht im Facebook Messenger

In der Nachricht ist ein Link angeführt, der „youtube“ enthält, aber nicht wirklich zu YouTube führt. Man gelangt hier zu einem gefälschten Facebook-Login:

Screenshot gefälschtes Facebook-Login
Screenshot gefälschtes Facebook-Login

An der URL erkennt man, dass man sich allerdings nicht auf Facebook befindet! Angeblich müssen die Kontoinformationen überprüft werden, um das Video sehen zu können.

Gibt man hier seine Logindaten ein, werden diese an die Betreiber der gefälschten Seite übermittelt.

Daher unser Tipp, wenn ihr nicht sicher seid, ob es sich um eine echte Facebook-Loginseite handelt: Gebt einfach mal irgendwelche Fantasie-Daten ein, wie z.B. eine nicht-existene Mail-Adresse „[email protected]“ und ein dazu frei erfundenes Passwort wie z.B. „hdshjkadhsjahajs“. Kommt hier keine Fehlermeldung, findet auch keine Verifizierung der Daten statt. Dann geht es nur darum, Logindaten einzusammeln.

Das Ergebnis: Eine unseriöse Seite

Hat man sich also mit den Fantasie-Daten „eingeloggt“, gelangt man zu keinem Video, sondern zu einer dubiosen Seite, die Geld verspricht:

Screenshots weiterführende Seiten zu unseriöser Seite
Screenshots weiterführende Seiten zu unseriöser Seite

Dies ist nur eine der vielen Möglichkeiten, die hinter einer solchen Falle stecken können.

Was passieren kann

Die Betrüger haben verschiedene Vorgehensweisen, weswegen Folgendes passieren kann:

  • Man kommt auf eine nachgebaute Facebook-Seite, auf der man seine Login-Daten eingeben muss, um das Video zu sehen. Natürlich erscheint kein Video, aber die Betrüger haben nun die Login-Daten
  • Man kommt auf eine Seite mit einem Video, doch man muss angeblich erst ein Plugin für den Browser installieren, um es sehen zu können. Dieses Plugin fängt jedoch die Zugangsdaten für Facebook ab, ein Video gibt es nie zu sehen
  • Man fängt sich einen Trojaner ein.

Oder – wie im aktuellen Fall – man gelangt auf eine unseriöse Seite, die weitere Nutzerdaten sammelt oder zu Investitionen auffordert.

Was tun, wenn man betroffen ist?

  1. Umgehend das Passwort des Facebook-Accounts ändern
  2. Überprüfen, ob die korrekte Mail-Adresse im Facebook-Account hinterlegt ist.
  3. Deine Freundesliste über das Missgeschick informieren.
  4. Den Rechner nach Schadsoftware durchsuchen.
  5. Ggf. alle schädlichen Browsererweiterungen im Browser entfernen und prüfen, ob noch weitere Erweiterungen/AddOns im Browser vorhanden sind, die man nicht installiert hat, bzw. die man nicht kennt.

Diese Masche, vor der wir auch im vergangenen Jahr gewarnt haben (HIER), gibt es bereits seit längerem. Auch andere Seiten warnen davor. Die Nachrichten variieren, so reiht sich auch eine weitere bekannte Falle mit dem Text „Bist du das in dem Video?“ in diese Phishing-Masche ein.

Schon gelesen? Auf ukrainischem Helm steht nicht „Jedem das Seine“!


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
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