Ein Trieb, den kaum jemand unterdrücken kann, ist die Neugier. So funktionieren nicht nur Clickbait-Seiten, die mit sensationsheischenden Vorschaubildern und Überschriften locken, sondern auch diese Variante, der die Nutzer über den Facebook Messenger erreicht: „Schau, wer gestorben ist“. So sehen die derzeit kursierenden Messenger-Nachrichten aus.

Angriff aus Russland?
Diese Links kommen von Facebook-Freunden, die aber wahrscheinlich auf die gleiche Masche hereingefallen sind. Einige der Links, sie sind bei jeder Nachricht unterschiedliche, haben die Endung *.RU. Diese steht für Russland. Durch die aktuelle Situation in der Ukraine, vermuten jetzt einige Nutzer, dass es sich schädliche Links aus Russland handeln könnte. Dies kann man jedoch nicht bestätigen!
Was passieren kann
Wenn einen die Neugier packt, klickt oder tippt man trotzdem darauf. Schließlich scheint der Link ja von einer vertrauenswürdigen Person zu stammen, oder?
Die Betrüger haben verschiedene Vorgehensweisen, weswegen Folgendes passieren kann:
- Man kommt auf eine Seite mit einem Video, doch man muss angeblich erst ein Plugin für den Browser installieren, um es sehen zu können. Dieses Plugin fängt jedoch die Zugangsdaten für Facebook ab, ein Video gibt es nie zu sehen
- Man kommt auf eine nachgebaute Facebook-Seite, auf der man seine Login-Daten eingeben muss, um das Video zu sehen. Natürlich erscheint kein Video, aber die Betrüger haben nun die Login-Daten
- Man fängt sich einen Trojaner ein.
Im aktuellen Fall können wir noch nicht nachvollziehen, was Nutzern am Ende erwartet, denn bei vielen Links, die wir geprüft haben, landet man auf Webseiten mit einem „Ladebalken“, wo man am Ende sehr lange wartet, sich aber nichts tut bzw. wurde man bei einem Link zu einem YouTube-Video umgeleitet, welches aber nicht mehr existierte.
Was tun, wenn man betroffen ist?
- Umgehend das Passwort des Facebook-Accounts ändern
- Überprüfen, ob die korrekte Mail-Adresse im Facebook-Account hinterlegt ist.
- Deine Freundesliste über das Missgeschick informieren.
- Seinen Rechner nach Schadsoftware durchsuchen.
- Ggf. alle schädlichen Browsererweiterungen im Browser entfernen und prüfen, ob noch weitere Erweiterungen/AddOns im Browser vorhanden sind, die man nicht installiert hat bzw. die man nicht kennt.
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

