Seit 1995 ist die Druck-Taste ein fester Bestandteil von Microsoft Windows. Sie ermöglicht es den Benutzern, einen Screenshot des aktuellen Bildschirms zu erstellen und in der Zwischenablage zu speichern. Allerdings könnte sich das schon bald ändern, denn Microsoft plant, der Druck-Taste eine neue Funktion zuzuweisen.

Die Geschichte der Druck-Taste reicht jedoch noch weiter zurück. Sie wurde erstmals auf der MF2-Tastatur von IBM im Jahr 1978 als eigenständige Taste eingeführt. Auf den meisten Computertastaturen befindet sie sich heute rechts neben der F12-Taste und oberhalb der Einfügen-Taste. Seit fast 45 Jahren hat die Druck-Taste ihre ursprüngliche Funktion beibehalten, aber Microsoft plant nun eine Änderung, um sie noch nützlicher zu machen.

Windows 11 bringt Veränderungen für die Druck-Taste – Snipping Tool für bessere Screenshots

Microsoft hat mit der Einführung von Windows 11 eine Änderung vorgenommen, die die Art und Weise verändert, wie Benutzer Screenshots erstellen. Seit langem wurde dies mit der Druck-Taste unter Windows erledigt. Laut dem Blog Windowslatest wird jedoch mit der neuesten Version des Betriebssystems Windows 11 KB5025310, die im Beta Channel für Windows Insiders ausgerollt wird, die Bildschirmaufnahme-Funktion geändert. Anstelle des gesamten Fensters führt das Drücken der Taste nun zum Snipping-Tool, das bisher nur über eine Kombination aus Windows-Taste, Umschalttaste und S-Taste zugänglich war.

Obwohl einige Benutzer die schnelle Gesamtbildschirm-Aufnahme bevorzugen oder das Snipping-Tool nicht kennen, bietet letzteres mehr Funktionen als die herkömmliche Art, einen Screenshot zu erstellen. Es gibt also gute Gründe dafür, sich mit der neuen Funktion vertraut zu machen.

Windows 11 Snipping-Tool – Vielseitige Funktionen für Screenshots und Videos

Das Snipping-Tool unter Windows 11 ermöglicht es Benutzern, Screenshots auf vielfältige Weise zu erstellen. Sie können einen bestimmten Bereich des Bildschirms, ein ganzes Fenster oder eine freie definierte Fläche aufnehmen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einen verzögerten Screenshot oder sogar Screenshots von mehreren Fenstern gleichzeitig zu erstellen. Unter Windows 11 können Benutzer erstmals auch Bildschirmaufnahmen als Video aufzeichnen.

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Durch die Änderung verspricht Microsoft seinen Nutzern mehr Komfort, indem sie nun die Möglichkeit haben, nur bestimmte Bereiche des Bildschirms oder einzelne Fenster auszuwählen. Das Snipping-Tool bietet eine einfache und effektive Möglichkeit, Bildschirmaufnahmen nach den Bedürfnissen des Benutzers zu erstellen. So können sie gezielt die Informationen erfassen, die sie benötigen, ohne zusätzliche Schritte ausführen zu müssen.

Benutzerfreundlicher für neue Windows-Nutzer:innen

Die Änderung der Druck-Taste in Windows 11 dürfte vor allem für neue Nutzer:innen des Betriebssystems von Vorteil sein. Denn im Gegensatz zur bisherigen Funktion erhält man nun ein sofortiges Feedback, wenn man die Taste drückt. Bisher wurde der Screenshot einfach in der Zwischenablage gespeichert, ohne dass Windows dies in irgendeiner Form signalisiert hätte. Gerade für unerfahrene Nutzerinnen kann dies verwirrend sein.

Ursprünglich hatte die Taste unter dem Namen „Print Screen“ eine andere Funktion. Im Betriebssystem MS-DOS, das noch auf Kommandozeilenbefehlen basierte, wurde bei Betätigung der Taste der auf dem Bildschirm angezeigte Text an den Druckerport geschickt und ausgedruckt, sofern ein Drucker angeschlossen war.

Falls Nutzer die neue Tastaturbelegung nicht möchten, haben sie die Möglichkeit, den Aufruf des Snipping-Tools unter den Einstellungen im Bereich Eingabehilfen und Tastatur zu deaktivieren. Auf diese Weise können sie ihre gewohnte Art der Bildschirmaufnahme beibehalten.

Quellen:

Golem, Futurezone, Chip

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)