Die Dunkelziffer hinter E-Mail-Warnungen, gefälschten Liebesbotschaften und betrügerischen Apps könnte weitaus größer sein, als wir uns vorstellen. Man stelle sich eine Armee gut ausgebildeter, mehrsprachiger Menschen vor – Migranten, die gegen ihren Willen in den Sumpf der Cyberkriminalität gezogen werden. Aber diese „Kriminellen“ sind selbst Opfer eines viel größeren und dunkleren Systems.

Die Dunkelziffer: Nicht nur ein virtuelles Problem

Wenn wir an Online-Betrug denken, stellen wir uns oft einzelne, verschlagene Personen vor, die hinter verschlossenen Türen agieren. Der Bericht des UN-Menschenrechtsbüros zeigt jedoch ein erschütterndes Bild. Migranten, die sich in fremden Ländern eine Zukunft aufbauen wollen, werden mit physischer und emotionaler Gewalt gezwungen, Teil dieser Betrüger-Netzwerke zu werden. Die Zahlen sind alarmierend.

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Opfer auf beiden Seiten

Während Tausende von uns Tag für Tag durch Online-Betrug über den Tisch gezogen werden, gibt es eine andere Gruppe von Opfern, die im Dunkeln bleibt. Diese Cyberkriminellen sind oft selbst Opfer – von Folter, sexualisierter Gewalt, Zwangsarbeit und anderen Menschenrechtsverletzungen. Sie sind in einem Netz gefangen, das viel realer und gefährlicher ist als das virtuelle Netz, das wir kennen.

Migranten: Hochqualifiziert und dennoch ausgenutzt

Es ist ein tragisches Paradox. Viele dieser Migranten sind hoch qualifiziert, verfügen über wertvolle Fähigkeiten und haben viel zu bieten. Und doch befinden sie sich in einem Teufelskreis aus Ausbeutung und Erniedrigung, der sie zu Handlungen zwingt, die sie aus freien Stücken niemals begehen würden.

Ein Aufruf zum Handeln

Das Ausmaß dieses Phänomens und die Verschleierungstaktiken, die dahinter stecken, machen es schwierig, das wahre Ausmaß der Situation zu erfassen. Das heißt aber nicht, dass wir die Augen davor verschließen dürfen. Die Staaten in der Region und darüber hinaus müssen handeln. Es geht nicht nur darum, die Betrüger dingfest zu machen, sondern auch darum, die unschuldigen Opfer dieses Systems zu schützen und zu rehabilitieren.

Fazit

Die Enthüllungen des UN-Menschenrechtsbüros sind mehr als alarmierend. Sie sind ein Weckruf. Wir müssen uns weiterhin vor Online-Betrug schützen. Aber wir müssen uns auch der düsteren Realität bewusst sein, die dahinter steckt. Es ist ein Problem, das uns alle direkt oder indirekt betrifft. Wir müssen uns verstärkt darum bemühen, diese unschuldigen Opfer aus den Fängen der Cyberkriminalität zu befreien und sicherzustellen, dass den Tätern und ihren Opfern Gerechtigkeit widerfährt.

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Quelle:

United Nations
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)