„Schrott Commerce“: Kritik von Wirtschaftskammer und Verbraucherschützern an Shein und Temu

Handelsriesen fordern strengere Zollregeln

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Autor: Hildegard O.

In einer Zeit, in der das Online-Shopping nicht nur Komfort, sondern auch eine Fülle an günstigen Angeboten verspricht, haben Plattformen wie Temu und Shein die Art und Weise, wie wir konsumieren, revolutioniert. Mit Preisen, die oft weit unter dem erwartetem Niveau liegen, locken sie insbesondere junge Käufergruppen an – Nährboden für den sogenannten „Schrott Commerce“. Ein Dirndl für elf Euro oder kabellose Ohrhörer für vier Euro klingen verlockend, bergen aber auch Risiken, die über den bloßen Kaufakt hinausgehen. Die Kehrseite dieser vermeintlichen Schnäppchenjagd offenbart sich in Form von fehlender Produkthaftung, hohen Schadstoffmengen und einer Umgehung von Verbraucherrechten sowie Zollbestimmungen.

Wachsende Sorge um Fairness und Sicherheit

Die Anziehungskraft dieser Online-Marktplätze ist unbestritten. In Deutschland erreicht die tägliche Paketflut aus China die Marke von 400.000 Sendungen. Doch mit der Popularität wachsen auch die Bedenken. Führende Vertreter des Handels, darunter Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will und die Wirtschaftskammer, schlagen Alarm. Sie warnen vor den langfristigen Folgen für Konsumenten und Umwelt und prägen den Begriff „Schrott Commerce“ als Gegenpol zum erstrebenswerten „Fair Commerce“. Ihre Forderung: Ein früheres Ende der Zollfreigrenze von 150 Euro, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten und die Staatseinnahmen zu sichern.

Verbraucherschutz im Dilemma

Die Probleme, die Verbraucher mit Produkten von Plattformen wie Temu und Shein haben, sind vielfältig. Von der Diskrepanz zwischen Produktfotos und tatsächlicher Ware bis hin zu unerträglichen Gerüchen – die Liste der Beschwerden ist lang. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) und das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) raten zur Vorsicht. Vor allem die Rücksendung der Ware ist eine Herausforderung, wenn die Rücksendeadresse in China liegt. Noch komplizierter wird es, wenn Zahlungsdienstleister wie Klarna auf Zahlung bestehen, auch wenn die Ware nicht den Erwartungen entspricht oder gar nicht eintrifft.

Ruf nach stärkerer Regulierung

Der Ruf nach strengeren Vorschriften und Kontrollen wird immer lauter. Dabei geht es nicht nur um die Sicherheit der Verbraucher, sondern auch um die Sicherheit der Kinder, wie der Fall von gefährlichem Spielzeug zeigt, das von Toys Industries of Europe (TIE) getestet wurde. Fast alle getesteten Spielzeuge entsprachen nicht den EU-Vorschriften, was den dringenden Handlungsbedarf unterstreicht. Die Wirtschaftskammer und der Handelsverband drängen darauf, die geplante Abschaffung der Zollfreigrenze vorzuziehen, um faire Marktbedingungen zu schaffen und die Sicherheit der Konsumenten zu gewährleisten.

Fragen und Antworten zum „Schrott Commerce“:

Frage 1: Was sind die Hauptkritikpunkte am Online-Handel über Plattformen wie Temu und Shein?
Antwort 1: Die Hauptkritikpunkte sind fehlende Produkthaftung, hohe Schadstoffgehalte, Umgehung von Verbraucherrechten und Zollbestimmungen sowie die Umweltbelastung durch Wegwerfartikel.

Frage 2: Wie reagieren Handelsverbände und Verbraucherschützer auf die Herausforderungen?
Antwort 2: Sie fordern strengere Zollbestimmungen, mehr Transparenz und Verantwortung von Online-Plattformen und warnen Verbraucher vor den Risiken.

Frage 3: Welche Schwierigkeiten gibt es bei der Rückgabe von Waren?
Antwort 3: Die Rücksendung wird erschwert, wenn die Rücksendeadresse in China liegt und Zahlungsdienstleister wie Klarna auf Zahlung bestehen, auch wenn die Ware nicht angekommen ist.

Frage 4: Welche Maßnahmen werden vorgeschlagen, um die Situation zu verbessern?
Antwort 4: Vorgeschlagen werden ein früheres Ende der Zollfreigrenze von 150 Euro, eine Aufstockung des Personals bei den Zollbehörden und strengere Kontrollen der eingeführten Waren.

Frage 5: Wie steht es um die Produktsicherheit beim Online-Shopping?
Antwort 5: Es gibt ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit, insbesondere bei Produkten für Kinder, die oft nicht den EU-Vorschriften entsprechen.

Fazit

Die Debatte um den sogenannten „Schrott Commerce“ wirft wichtige Fragen zu Fairness, Verbraucherschutz und Umweltverantwortung im Zeitalter des Online-Handels auf. Während die Verlockung niedriger Preise groß ist, machen die genannten Herausforderungen und Risiken deutlich, dass der Preis für billige Waren oft höher ist, als es auf den ersten Blick scheint. Die Forderungen nach einem früheren Ende der Zollfreiheit und einer stärkeren Regulierung von Online-Marktplätzen sind klare Schritte in Richtung eines gerechteren und sichereren Handelsraums für alle. Es ist an der Zeit, aufzustehen und für die Rechte der Verbraucher und eine nachhaltige Zukunft zu kämpfen.

Quelle: derStandard.at

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