Sexualaufklärung an Schulen: Der umstrittene Verein „Teenstar“

Sexualerziehung ist ein wesentlicher Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Sie bildet die Grundlage für ein gesundes Verständnis von Sexualität, Beziehung und Identität.

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Autor: Hildegard O.

In diesem Zusammenhang hat der an Schulen aktive Aufklärungsverein „Teenstar“ in den letzten Jahren für Kontroversen gesorgt. Der Verein, der seine Wurzeln in den USA hat und seit 2007 auch in Deutschland aktiv ist, bietet Aufklärungskurse für Kinder und Jugendliche an. Seine Methoden und Inhalte stehen jedoch in der Kritik.

„Teenstar“: Umstrittene Inhalte und Kritik

Das Hauptproblem von „Teenstar“ liegt in der Darstellung und Behandlung von Homosexualität. In einer Broschüre des Vereins wird Sexualität als etwas dargestellt, das zwischen Mann und Frau „wie Schloss und Schlüssel“ passt, Homosexualität wird als etwas Vorübergehendes oder gar Veränderbares betrachtet.

Solche Ansichten stoßen auf heftige Kritik von Fachleuten wie dem Psychologen Christopher Knoll und Ulrich Hoffmann, dem Präsidenten des Familienbundes der Katholiken. Sie argumentieren, dass solche Darstellungen Homosexualität marginalisieren und zu einem sexualfeindlichen Klima beitragen.

Reaktionen und Maßnahmen

Die Aktivitäten von „Teenstar“ an Schulen haben bereits zu konkreten Reaktionen geführt. So wurde in Bayern ein Kurs des Vereins an einer Grundschule abgebrochen, nachdem Zweifel an der Vereinbarkeit mit den staatlichen Richtlinien zur Familien- und Sexualerziehung aufgekommen waren.

Das bayerische Kultusministerium bekräftigte, dass externe Anbieter im Bereich der Sexualpädagogik genau geprüft werden müssten, um die Einhaltung der Richtlinien sicherzustellen.

Die Rolle von „Teenstar“ an Schulen heute

Trotz der Kritik und der offensichtlichen Probleme mit einigen seiner Methoden ist „Teenstar“ weiterhin in Deutschland aktiv. Der Verein erklärt, seine Kursinhalte stünden im Einklang mit den staatlichen Richtlinien, was jedoch von offizieller Seite angezweifelt wird.

Das Fortbestehen des Vereins in der Bildungslandschaft wirft wichtige Fragen auf:

  • Wie soll Sexualerziehung in den Schulen umgesetzt werden?
  • Welche Rolle sollen externe Anbieter spielen?
  • Wie kann sichergestellt werden, dass Jugendliche eine aufgeklärte, tolerante und realistische Sexualerziehung erhalten?

Fragen und Antworten

Frage 1: Warum ist die Sexualaufklärung von „Teenstar“ so umstritten?
Antwort 1: Die Sexualaufklärung von „Teenstar“ ist umstritten, weil der Verein traditionelle und teilweise überholte Ansichten über Sexualität, insbesondere über Homosexualität, vertritt. Die Materialien suggerieren, Homosexualität sei eine vorübergehende Phase oder sogar veränderbar, was von Fachleuten als schädlich und irreführend kritisiert wird.

Frage 2: Welche Konsequenzen hatte die Kritik an „Teenstar“ bisher?
Antwort 2: Die Kritik hat in einigen Fällen dazu geführt, dass „Teenstar“-Kurse an Schulen eingestellt wurden, so z.B. in Bayern. Zudem hat das bayerische Kultusministerium betont, dass es die Einhaltung der staatlichen Richtlinien zur Sexualerziehung streng überwacht und gegebenenfalls einschreitet.

Frage 3: Wie begründet „Teenstar“ seine Methoden und Inhalte?
Antwort 3: „Teenstar“ behauptet, dass ihre Kursinhalte den staatlichen Richtlinien entsprechen und betont die Bedeutung ihrer Arbeit für die Sexualerziehung. Sie argumentieren mit der sexuellen Fluidität der Jugendlichen und sehen ihre Ansätze trotz der Kritik von Fachleuten und offiziellen Stellen als legitim an.

Frage 4: Was sagen Fachleute zur Sexualaufklärung von „Teenstar“?
Antwort 4: Fachleute wie Psychologen und Sexualpädagogen kritisieren „Teenstar“ für seine Darstellung von Homosexualität und seine konservativen Ansichten zur Sexualerziehung. Sie warnen davor, dass solche Ansichten schädliche Auswirkungen auf Jugendliche haben können, insbesondere auf diejenigen, die sich mit ihrer sexuellen Identität auseinandersetzen.

Frage 5: Wie sollte eine ideale Sexualerziehung in der Schule aussehen?
Antwort 5: Eine ideale schulische Sexualerziehung sollte inklusiv, wissenschaftlich fundiert und vorurteilsfrei sein. Sie sollte ein breites Themenspektrum abdecken, das unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Identitäten einschließt, und junge Menschen darin bestärken, ihre Sexualität gesund und selbstbestimmt zu leben.

Fazit

Es ist wichtig, dass Schulen und Bildungseinrichtungen eine verantwortungsvolle und zeitgemäße Sexualerziehung anbieten, die alle Facetten der menschlichen Sexualität umfasst und junge Menschen in ihrer Entwicklung unterstützt.

Quelle: Tagesschau

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