Die Behauptung

Ein Bild auf Facebook soll einen Mann zeigen, der Kinder entführt. Er wurde angeblich zuletzt an der Tullaschule in Freiburg gesehen, wo es einen Vorfall gab.

Unser Fazit

Frei erfunden. Die Polizei erklärt, dass den Beamten ein entsprechender Fall an der Tulla Grundschule in Freiburg nicht bekannt ist.

Eine Facebook-Meldung verunsichert Nutzer: Ein Phantombild des Polizeipräsidiums Freiburg wird verbreitet und soll einen Mann zeigen, der Kinder entführt. Angeblich wurde er zuletzt an der Tullaschule gesehen. Die Polizei hat dazu Stellung bezogen.

Polizei-Mitteilung: Bild nicht neu, Fall unbekannt

Die Polizei Freiburg hat auf Facebook bereits ein offizielles Statement veröffentlicht. Dieses lautet: „Derzeit kursiert in verschiedenen WhatsApp-Gruppen ein Phantombild zu einem angeblichen Fall an der Tullaschule. Dieser Fall ist uns nicht bekannt“. Die Tulla Grundschule liegt im Norden der Stadt Freiburg.

Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

___STEADY_PAYWALL___

Gemäß der Mitteilung handelt es sich bei dem Phantombild um einen alten Suchaufruf, der bereits in einem Bericht der «Badischen Zeitung» vom 16. Dezember 2016 Verwendung fand. Das Bild ist somit nicht aktuell und bezieht sich auf ein Sexualdelikt bei Gottenheim im Juni 2016, bei dem ein zehnjähriges Mädchen angegriffen wurde. Die Gemeinde Gottenheim befindet sich einige Kilometer von Freiburg entfernt.

Die Polizei warnt vor der Verbreitung falscher Informationen und betont, dass ungesicherte Informationen die Ermittlungsarbeiten erschweren und Panik bei anderen Eltern schüren können. Das alte Phantombild werde zudem in einer „manipulativen Art und Weise“ genutzt. Die Behörde möchte klarstellen, dass das aktuell kursierende Phantombild in keinem Zusammenhang mit den aktuellen Verdachtsfällen zum Ansprechen von Kindern steht.

Polizei meldet mehrere Verdachtsfälle von Kindesansprache und sucht Zeugen

Die Polizei hat in der letzten Zeit mehrere Verdachtsfälle von Kindesansprache in und um das Freiburger Stadtgebiet gemeldet. Einer dieser Fälle ereignete sich am 27. Februar 2023, als ein unbekannter Mann einen achtjährigen Jungen angesprochen haben soll und ihm anbot, Spielsachen in einem Auto zu zeigen. Der Junge ging nicht darauf ein. Der Vorfall fand etwa 15 Gehminuten von der Tulla Grundschule entfernt statt.

Lesen Sie auch >   Falschmeldung: Wolodymyr Selenskyj kauft Casino auf Zypern

Darüber hinaus fallen zwei weitere Verdachtsfälle in den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Freiburg: In Kandern wurde am 28. Februar 2023 ein achtjähriges Mädchen von einem Mann aus einem dunklen Auto angesprochen, als es auf dem Heimweg von der Schule war. Das Mädchen reagierte auch nicht auf den Kontaktversuch des Mannes.

Einen Tag später soll ein Mann in Herbolzheim ein zwölfjähriges Mädchen „umfasst und kurz angehoben“ haben, als es ebenfalls auf dem Heimweg von der Schule war. Das Mädchen wehrte sich heftig und der Mann ließ von ihr ab, woraufhin es wegrannte. Die Polizei bittet in allen Fällen um Zeugenhinweise.

Fazit

Mimikama-Bewertung: IRREFÜHREND

Die Polizei gibt an, dass ihr der verbreitete Vorfall an der Tullaschule nicht bekannt sei. Das verwendete Phantombild bezieht sich außerdem auf einen alten Suchaufruf zu einem Delikt von Juni 2016.

Quelle:

DPA

Lesen Sie auch:
Video: Schulklasse nicht in Deutschland oder Österreich
Präsident Selenskyj nackt in Video? Ja, vor 13 Jahren!
Panzer im Schlamm stammt nicht aus der Ukraine

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.