Valentinstag 2023: Beim Online-Dating geht es um Hoffnung und Sehnsucht und gerade diese Emotionen führen oft dazu, dass Nutzer ihre eigenen Sicherheitsvorgaben für den Umgang mit Informationen im Internet vernachlässigen. Nicht umsonst heißt es: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Dass sich mit der Liebe auch auf ziemlich unlautere Art und Weise Geld machen lässt, lockt viele Cyberkriminelle an. Auch am Valentinstag!

So werden die Schäden durch entsprechende Betrugsfälle im Internet auf viele Millionen beziffert. Online-Kriminalität ist stets mit technischen Tricks und der Fähigkeit der Angreifer verbunden, Sicherheitskontrollen zu umgehen und unsichtbar zu bleiben. Oft kommen Social-Engineering-Tricks zum Einsatz, bei denen Kriminelle die Betroffenen emotional manipulieren, um sie in die Falle zu locken.

Tipps, die ihre Herzen und am Ende auch ihre Geldbörsen vor Betrügern zu schützen, besonders zu Spitzenzeiten wie dem Valentinstag.

8 Tipps, um am Valentinstag nicht in die Fänge eines Betrügers zu geraten


1. Stellen Sie Ihr Social-Media-Profil privat: Auf Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram und anderen hat man die Möglichkeit, sein Profil und seine Beiträge nur für Freunde sichtbar zu machen. Wenn man diese Einstellung wählt, können Fremde nicht einsehen, was man liked, teilt oder postet. Das kann dazu beitragen, die Privatsphäre zu schützen und einem Betrüger weniger Informationen zu geben, die er ausnutzen kann.

2. Lehnen Sie Freundschaftsanfragen von Fremden ab: Man sollte Freundschaftsanfragen von Fremden gegenüber immer kritisch sein. Unbekannte könnten mehr als nur ein Liebesbetrüger sein, sie könnten ein gefälschtes Konto nutzen, das dazu dient, Informationen über Benutzer für Zwecke der Internetkriminalität zu sammeln. Oder es könnte sich um ein Profil handeln, das dazu dient, falsche Informationen zu verbreiten. Auch davon gibt es viele.

Lesen Sie auch >   Erfundene Vergewaltigung: Mädchen (15) wurde nicht vergewaltigt

3. Wechseln Sie nicht zu anderen Messengern: Viele Betrüger und Identitätsdiebe auf Dating-Plattformen möchten schnell die Plattform wechseln und über WhatsApp oder SMS weiterschreiben. Der Hintergrund? Damit haben sie eine erste private Information, die Telefonnummer, über die sich oft weitere persönliche Informationen im Internet oder andere damit verbundene Accounts finden lassen. Daher ist es beim Online-Dating besser, zunächst einige Zeit auf den Dating-Plattformen zu verweilen, bis man sich bei seinem Gegenüber sicher ist. Zudem haben viele Dating-Seiten strenge Richtlinien, die von den Nutzern eingehalten werden müssen. Betrüger, die beispielsweise nach Geld fragen, werden oft automatisch gefiltert und von den Plattformen gesperrt.

4. Seien Sie vorsichtig, wenn es zu schnell persönlich wird: Das oberste Ziel eines Betrügers ist es, sich das Vertrauen seines Gegenübers zu erschleichen. Um dies zu erreichen, geben sie vor, jemand zu sein, der sie nicht sind. Das Austauschen privater Details und persönlicher Erlebnisse kann schnell das Gefühl von Nähe und Verbundenheit wecken. Aber Achtung – je mehr Details man von sich preisgibt, desto angreifbarer wird man dabei. Sensible Themen können schnell zum Druckmittel eines Erpressers werden, Stalker können zu persönliche Informationen nutzen, um die Anschrift zu erfahren und einem nachzustellen. Daher sollte man solche persönlichen Details immer nur teilen, wenn man sein Gegenüber bereits besser kennt und bestenfalls schon einmal getroffen hat.

5. Überweisen Sie Fremden kein Geld: Das Auto ist kaputt, der Chatpartner benötigt dringend Medikamente, das Bahnticket ist verloren gegangen – die Liste der Gründe, mit der Betrüger online um Überweisungen bitten, ist endlos. Besonders zu Anfang sind die Summen, nach denen gefragt wird, noch gering. Je länger die Online-Bekanntschaft geht, desto größer werden aber die Beträge und desto höher sind die Verluste. Meistens landet das Geld dann auf ausländischen Konten und ist somit unwiederbringlich verloren.

Lesen Sie auch >   Die perfide pro-russische Desinformationskampagne „Doppelgänger“

6. Verschicken Sie niemals offizielle Dokumente oder Informationen online: Ein Ziel von Online-Betrügern ist, persönliche Informationen der Betroffenen für eigene Zwecke zu nutzen, also Ausweis- oder Führerscheindaten, Bankdaten oder sonstige sensible Informationen. Gezielt werden Gründe gesucht, die das Opfer dazu anregen, diese Daten preiszugeben.

7. Schützen Sie sich und Ihre Geräte: Eine Sicherheitssoftware kann vor bösartigen Links schützen, die von Betrügern online verbreitet werden, gleichzeitig aber auch andere Bedrohungen wie Viren, Ransomware und Phishing-Angriffe im Allgemeinen abwehren. Es stellt sicher, dass private Daten auch wirklich privat bleiben, indem es E-Mail, Bankkonten, Kreditkarten, Ausweis und Führerscheindaten und andere Informationen, die Betrüger oder Identitätsdiebe nutzen könnten, überwacht und sicher hält.

8. Informieren Sie die Polizei: Viele Menschen, die in die Fänge eines Betrügers, Schwindlers oder Identitätsdiebs geraten sind, scheuen sich, dies Freunden, Familien oder auch der Polizei gegenüber zuzugeben. Zu groß ist die Scham, einer solchen Lügengeschichte aufgesessen zu sein. Viele Täter setzen genau darauf und können dadurch ungestört weitermachen. Dennoch sollte man den Vorfall der Polizei melden. Dies ist besonders wichtig, sollte der Betrüger mit den gestohlenen Daten weitere Verbrechen begehen.
Wer also wie ein Drittel der Menschen heute an Online-Dating teilnimmt, sollte darauf achten, in diesem Bereich nicht Dinge zu tun, die er / sie normal nicht tun würde. Nutzer*innen von Online-Dating sollten insbesondere zum anstehenden Valentinstag achtsam bleiben, sich nicht täuschen lassen und mit Dating und Flirten im Internet genauso umgehen, wie sie es in allen anderen Bereichen des Internets auch tun.

Quelle: pressebox.de

Lesen Sie auch:
„Bratwurst essende Bastarde“: Angebliches Biden-Zitat ist Satire
Spenden für Erdbebenkatastrophe werden nicht für Waffenkäufe in die Ukraine missbraucht
Kein Fake: Baby nach 128 Stunden aus Trümmern gerettet
Betrüger geben sich als „Facebook Policy“ aus

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)