Online-Shopping hat viele Vorteile: im Internet oder via App lassen sich rund um die Uhr Einkäufe erledigen, oft zu günstigeren Preisen als im stationären Handel – auch beim Autokauf. Allerdings bietet das Netz auch Betrügerinnen und Betrügern zahlreiche Möglichkeiten, an vertrauliche und persönliche Daten zu gelangen.
Eine beliebte Taktik der Betrüger ist Social Engineering. Wie sich Käufer und Verkäufer vor diesem und anderen Tricks schützen können, erklärt die Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ von ADAC, AutoScout24, eBay Kleinanzeigen, mobile.de und Polizeilicher Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Social Engineering

Social Engineering ist eine mittlerweile weit verbreitete Betrugs-Taktik mit dem Ziel, arglosen Online-Shoppern vertrauliche Informationen oder Daten zu entlocken. Beispiele für Social Engineering sind etwa der sogenannte „Enkeltrick“, bei dem insbesondere von älteren Personen unter Vortäuschung eines vermeintlich in Not geratenen Enkelkindes Geld ergaunert wird. Auch Phishing, also das „Abfischen“ persönlicher Daten, wie beispielsweise von Passwörtern oder Kreditkartennummern, mithilfe gefälschter E-Mails oder Websites fällt unter Social Engineering.

Zum Betrugsopfer wird man schneller als man denkt. Grund dafür ist die verschwimmende Grenze zwischen Online- und Offline-Kauf: Im Autohaus der Wahl ist das Vorzeigen eines Ausweises schließlich Gang und gäbe. Der elektronische Versand derart vertraulicher Informationen, vornehmlich an Privatverkäufer birgt jedoch zahlreiche Risiken.

Einer der häufigsten Tricks beim Autokauf im Netz

Beim Online-Autokauf kann Social Engineering bedeuten, dass ein Betrüger versucht, die Identität einer Käuferin oder eines Käufers zu stehlen. Unter dieser falschen Identität gewinnt der Täter durch vermeintlich seriöse Angebote das Vertrauen des Anbieters und bringt ihn dazu, vertrauliche Informationen über das Auto oder die eigene Person preiszugeben. Ein erster Indikator für eine solche Masche sind beispielsweise Inserate, die zu gut sind, um wahr zu sein.

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Auch vorschnell übersandte Fahrzeugpapiere können Kriminelle für eigene Zwecke verwenden: Schnell ist ein gar nicht vorhandenes Auto inseriert und mit den illegal erworbenen Papieren als vermeintlich seriös ausgewiesen. Der Interessent dieses augenscheinlich seriösen Inserats wird dann womöglich ebenfalls wieder durch eine hohe Vorauszahlung oder ähnliche Maschen abgezockt.

„Wir beobachten besonders oft, dass Betrüger sich persönliche Daten erschleichen und diese dann weiterverbreiten oder auch verkaufen. Wir versuchen, dem mit Aufklärung entgegenzuwirken. Beim Online-Kauf ist es besonders wichtig, genau hinzusehen und sich auch mit Bekannten über die Gefahren auszutauschen.“

Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention

7 Tipps für den sicheren Autokauf im Internet

Der Autokauf im Internet ist einfach. Dennoch – oder gerade deshalb – ist es schnell passiert: Käufer oder Verkäufer tappen in die SocialEngineering-Falle oder werden Opfer anderer Betrugsmaschen.

Mit diesen 7 einfachen Tipps sind Auto(ver)käufer im Netz sicherer unterwegs:

  1. Alle Transaktionen ausschließlich über eine sichere Website durchführen.
  2. Niemals persönliche Informationen an unbekannte Personen weitergeben.
  3. Verdächtige E-Mails besser ungeöffnet löschen und Links darin niemals anklicken.
  4. Den persönlichen Kontakt suchen und sich vor Ort einen Ausweis des Gegenübers zeigen lassen.
  5. Niemals in Vorkasse gehen und Geldüberweisungen mittels Bargeldtransfer ablehnen.
  6. Hilfe holen! Freunde und Bekannte um Rat fragen oder die OnlinePlattform hinzuziehen.
  7. Aufs Bauchgefühl hören. Den Kontakt abbrechen, wenn etwas zu gut, um wahr zu sein oder „komisch“ erscheint.

Weitere Betrugsmaschen beim Autokauf im Internet und Tipps, wie sich Verbraucherinnen und Verbraucher davor schützen können, sind auf der Internetseite der Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ zu finden.

Quelle:

Sichererautokokauf.de

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