Die Kriminellen hinter den Fake-Shops erstellen PayPal.me Bezahllinks. Durch kleine Anpassungen der Kriminellen wird dort der Kaufbetrag hinterlegt und die Zahlungsart „Geld an einen Freund senden“ voreingestellt. Wer mit dieser Zahlungsmethode beim Online-Shopping bezahlt, verliert den Käuferschutz. Ihr Geld ist dann weg und kann nicht zurückgefordert werden. Unsere Partner der Watchlist Internet warnen.

Was ist „PayPal.me“ und „Geld an einen Freund senden“?

Fake-Shop-Betreiber:innen verknüpfen ihre Zahlungsmethode mit einem PayPal.Me-Link. Der PayPal.Me-Link erleichtert es laut PayPal Nutzer:innen, Geld zu empfangen. Nutzer:innen erstellen diesen Link und können ihn an die zahlende Person senden. Die zahlende Person gibt dann entweder den Betrag selbst ein oder die Zahlungsempfänger:innen legen fest, welche Summe bezahlt wird. Bei der Zahlung kann ausgewählt werden, ob das Geld für „Waren und Dienstleistungen“ oder für „Freunde und Familie“ bestimmt ist.

Bei der Zahlungsart „Waren und Dienstleistungen“ gibt es einen Käuferschutz, d.h. bei Problemen kann das Geld zurückgefordert werden. Bei „Freunde und Familie“ gibt es keinen Käuferschutz!

Kriminelle missbrauchen PayPal.Me und „Geld an einen Freund senden“

Die PayPal.Me-Funktion in Kombination mit „Geld an Freunde senden“ wird auch von Kriminellen missbraucht, um Ihnen Geld zu stehlen. Der PayPal.Me-Link wird im Fake-Shop bei der PayPal-Zahlung hinterlegt. Durch einige Anpassungen seitens der Fake-Shop-Betreiber:innen ist auf der Zahlungsseite dann schon „Geld an Freunde senden“ voreingestellt. Wenn Sie nicht genau hinsehen und mit dieser Funktion bezahlen, ist Ihr Geld weg.

So erkennen Sie eine betrügerische PayPal-Zahlung

Achten Sie bei einer PayPal-Zahlung darauf, dass Sie NICHT mit der Funktion „Geld an einen Freund senden“ bezahlen. Sie erkennen die Zahlungsart an dem Hinweis „Geld an einen Freund senden“ oder an dem Geschenk-Symbol. Unten sehen Sie einen Screenshot zur Veranschaulichung.

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 Achten Sie bei einer PayPal-Zahlung darauf, dass Sie das Geld nicht mit der Zahlungsart „Geld an einen Freund senden“ überweisen! Screenshot: Watchlist Internet
Achten Sie bei einer PayPal-Zahlung darauf, dass Sie das Geld nicht mit der Zahlungsart „Geld an einen Freund senden“ überweisen! Screenshot: Watchlist Internet


Überprüfen Sie außerdem Online-Shops sehr genau – vor allem, wenn Sie zum ersten Mal bestellen. Fake-Shops wirken sehr echt und werden im Auftritt immer professioneller! Hier finden Sie Tipps, wie Sie Fake-Shops erkennen.

„Geld an Freunde oder Verwandte senden“ sicher nutzen

Der Vorteil der PayPal-Funktion „Geld an Freunde oder Familie senden“ ist, dass für die Transaktion keine Gebühren anfallen. Der Nachteil ist, dass der PayPal-Käuferschutz entfällt. Nutzen Sie diese Funktion nur für Überweisungen an Personen, die Sie kennen und denen Sie vertrauen!

In einem Onlineshop, auf Kleinanzeigenplattformen wie Willhaben, Vinted und Co. oder im Facebook Marketplace raten wir von einer Zahlung über PayPal „Geld an Freunde und Familie senden“ ab! Wenn die Verkäufer:innen darauf bestehen, können Sie von Betrug ausgehen!

Geld an Betrüger:innen überwiesen? Das können Sie tun:

  • Wenden Sie sich an PayPal. Vielleicht können Sie sich auf eine Kulanzlösung einigen und bekommen Ihr Geld zurück.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Quelle

Watchlist Internet
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)