Unerwartete Anrufe mit der Vorwahl 0044 stellen viele Empfänger vor Rätsel. Steckt dahinter ein alter Freund aus Großbritannien, ein wichtiger Geschäftspartner oder vielleicht ein Betrüger? Insbesondere seit Ende 2019 berichten Verbraucher vermehrt über missbräuchliche Anrufe aus Großbritannien. Die Maschen reichen von falschen Microsoft-Mitarbeitern, die Schadsoftware installieren wollen, bis hin zu vermeintlichen Gewinnspielen, die nur auf persönliche Daten abzielen.

Unerwünschte Anrufe mit ausländischen Vorwahlen: Ein globales Phänomen

Die Anrufe mit der britischen Ländervorwahl 0044 sind keine Einzelfälle. Telekommunikationsanbieter und Verbraucherzentralen verzeichnen einen Anstieg solcher Betrugsversuche weltweit. Opfer werden nicht nur mit hohen Rechnungen konfrontiert, sondern riskieren auch den Verlust sensibler Daten. Die Methoden sind vielfältig: Von angeblichen Hilfsangeboten bei Softwareproblemen bis zu verlockenden, aber fiktiven Gewinnspielen.

Gegenmaßnahmen und Prävention

Die Bekämpfung dieser unerwünschten Anrufe ist komplex. Oftmals lassen sich die wahren Ursprünge der Anrufe nicht ermitteln, da die Betrüger ihre Rufnummern manipulieren. Doch es gibt Hoffnung: Verbraucherschutzorganisationen, die Polizei und die Bundesnetzagentur arbeiten daran, den Bürgern effektive Werkzeuge an die Hand zu geben. Von der Sperrung verdächtiger Nummern bis hin zur Aufklärung über die Gefahren – der Schlüssel liegt in der Prävention und im informierten Umgang mit unbekannten Anrufern mit ausländischen Vorwahlen.

Fragen und Antworten:

Frage 1: Was sollte ich tun, wenn ich einen Anruf mit der Vorwahl 0044 erhalte?
Antwort 1: Seien Sie vorsichtig und gehen Sie nicht ungeprüft auf das Gespräch ein. Wenn Sie den Anrufer nicht kennen und keinen Kontakt zu Personen oder Unternehmen in Großbritannien erwarten, ist es sicherer, den Anruf zu ignorieren. Vermeiden Sie es, zurückzurufen, da dies zu hohen Kosten führen kann.

Frage 2: Wie kann ich mich vor Betrugsanrufen schützen?
Antwort 2: Nutzen Sie Apps oder Funktionen Ihres Telefons, um Spam-Anrufe zu blockieren. Seien Sie misstrauisch bei Anrufen, die Sie zur Preisgabe persönlicher Informationen oder zur Installation unbekannter Software auffordern. Informieren Sie sich bei Verbraucherzentralen über bekannte Betrugsmaschen.

Frage 3: Was tun, wenn ich bereits Opfer eines Betrugs wurde?
Antwort 3: Trennen Sie betroffene Geräte sofort vom Internet und ändern Sie alle Passwörter. Kontaktieren Sie einen Fachmann, um Ihr Gerät zu überprüfen. Notieren Sie sich die Rufnummer des Anrufers und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Frage 4: Kann die Bundesnetzagentur bei Betrugsanrufen helfen?
Antwort 4: Ja, die Bundesnetzagentur kann Nummern sperren und Inkassoverbote erlassen. Melden Sie verdächtige Anrufe, um anderen potenziellen Opfern zu helfen und zur allgemeinen Prävention beizutragen.

Fazit

Die Bedrohung durch betrügerische Anrufe, insbesondere aus dem Ausland, ist real und wachsend. Doch durch Aufklärung, Vorsicht und die Nutzung verfügbarer Ressourcen können Verbraucher sich schützen und gegen diese unerwünschten Eindringlinge wehren.

Quelle: bundesnetzagentur

Informieren Sie sich regelmäßig über neue Betrugsmaschen und schützen Sie sich so aktiv vor möglichen Fallen im digitalen Raum. Um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir Ihnen, den Mimikama-Newsletter unter https://www.mimikama.org/mimikama-newsletter/ zu abonnieren und unsere Online-Vorträge und Workshops unter https://www.mimikama.education/online-vortrag-von-mimikama/ zu besuchen.

Lesen Sie auch:

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)