Im deutschsprachigen Raum sind gefälschte Paketzustell-SMS weitverbreitet. Oft wird behauptet, dass ein Paket wegen fehlender Adressdaten nicht zugestellt werden konnte und der Empfänger wird aufgefordert, auf einen Link zu klicken, der zu einer gefälschten Website der Post führt.

Merkmale und Vorgehensweise des Betrugversuches mittels einer Paket-SMS

Paket-SMS Betrugswelle weitet sich aus!
Screenshot der SMS (Variante 1)

Eine SMS könnte aber auch so aussehen – der Betrugsversuch leitet dann nur auf eine andere Webseite.

MIMIKAMA
Screenshot der SMS (Variante 2)

Typischerweise wird in diesen SMS ein Problem bei der Zustellung eines Pakets suggeriert, z.B. eine fehlende Hausnummer. Ein enthaltener Link führt zu einer Webseite, die optisch seriösen Postdienstleistern nachempfunden ist.

Paket-SMS Betrugswelle weitet sich aus!
Screenshot der Webseite aus der SMS

Dort wird dann die Eingabe sensibler Informationen, einschließlich Kreditkartennummern, verlangt. Manchmal wird auch die Zahlung von nicht existierenden Einfuhrabgaben verlangt.

Paket-SMS Betrugswelle weitet sich aus!
Screenshot nach dem Registrieren

Zielsetzung der Täter

Das primäre Ziel der Kriminellen ist es, an persönliche Daten zu gelangen. Durch die Vortäuschung einer dringenden Paketzustellung nutzen sie die Erwartungshaltung und mögliche Unaufmerksamkeit der Empfänger aus, um an wertvolle persönliche Informationen zu gelangen. Diese Daten können dann für weitere kriminelle Handlungen wie Identitätsdiebstahl oder unbefugte finanzielle Transaktionen verwendet werden.

Empfohlene Reaktion auf betrügerische Nachrichten

Beim Empfang solcher SMS ist Vorsicht geboten. Auf keinen Fall sollten Links angeklickt oder persönliche Daten preisgegeben werden. Die Nachricht sollte sofort gelöscht, als Spam gemeldet und die Absendernummer gesperrt werden. Im Zweifelsfall sollte der direkte Kontakt mit dem jeweiligen Paketdienstleister gesucht werden.

Präventionsstrategien und Bewusstseinsschaffung

Um solchen Betrügereien vorzubeugen, ist eine breite Aufklärung der Bevölkerung notwendig. Verbraucherschutzorganisationen und Zustelldienste sollten deutlich machen, wie legitime Zustellbenachrichtigungen aussehen und was im Verdachtsfall zu tun ist. Zusätzlich sollte der Einsatz von Spamfiltern und die Installation von Sicherheitssoftware empfohlen werden.

Fazit:

Die zunehmende Zahl von Betrugsfällen per SMS im Zusammenhang mit Paketzustellungen zeigt, wie wichtig es ist, wachsam und informiert zu bleiben. Das Bewusstsein für solche Betrugsmaschen und das richtige Verhalten beim Erhalt verdächtiger Nachrichten sind unerlässlich, um den eigenen Datenschutz zu gewährleisten. Jeder Einzelne ist aufgerufen, bei unerwarteten SMS-Nachrichten skeptisch zu bleiben und persönliche Informationen genau zu prüfen, bevor er sie weitergibt.

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)