Handy am Abend raubt Kindern den Schlaf

Die Nutzung von Handys am Abend beeinträchtigt den Schlaf von Kindern. Mimikama gibt hilfreiche Tipps für gesunden Schlaf und bessere Gewohnheiten

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Guter Schlaf ist für jeden wichtig, aber die Nutzung elektronischer Geräte am Abend scheint nicht gut für unseren Schlaf zu sein. Laut einer Studie ist dies nicht nur für Erwachsene, sondern insbesondere für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren schädlich.

Die Nutzung von elektronischen Geräten am Abend verschlechtert den Schlaf von Kindern und Jugendlichen. Am stärksten sind diese Auswirkungen bei Jugendlichen im Alter zwischen fünf und 15 Jahren. Dies haben Forscher der University of Southern Denmark in ihrer Studie (PDF) über den Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Schlafqualität festgestellt. Sie untersuchten und interpretierten die Ergebnisse von 49 Studien aus den Jahren 2009 bis 2019.

Guter Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche, da viele wichtige Entwicklungsprozesse im Schlaf ablaufen. Neben den körperlichen und psychischen Veränderungen im Jugendalter können auch äußere Faktoren wie die Nutzung elektronischer Geräte die Schlafqualität beeinträchtigen.

„Kinder und Jugendliche sollten mindestens eine halbe Stunde vor der Schlafenszeit keine elektronischen Geräte mehr benutzen“, empfiehlt Psychologe Dominik Rosenauer gegenüber pressetext.

Einerseits durch das blaue Licht, das Melatonin hemmt und andererseits, weil Spielen oder Senden sehr anregend sein kann. Das Handy allein ist jedoch nicht immer fürden Mangel an Schlaf bei Kindern verantwortlich. Aufgrund von Bewegungsmangel sind viele Kinder, die ihre Nachmittage vor der Spielekonsole oder dem Fernseher verbringen, nachts einfach nicht müde oder beschäftigt.

Die Ergebnisse einer ähnlichen Studie der Universität Leipzig verdeutlichen diesen Teufelskreis. Kinder, die viel Medien konsumieren, haben einen schlechteren Schlaf. Gleichzeitig neigen diese schläfrigen Kinder eher dazu, sich den elektronischen Medien zuzuwenden und sind zu müde für Sport oder andere Aktivitäten. Daher ist es notwendig, dass Eltern die Gefahren der Nutzung digitaler Medien kennen und entsprechend handeln.

„Medienerziehung ist Elternsache. Es müssen von Anfang an klare Grenzen gesetzt werden. Die Erziehung fängt bereits im Säuglingsalter an und muss mit der restlicher Erziehung übereinstimmen. Es wird nicht funktionieren bei einem Thema streng zu sein, wenn den Kindern sonst alle Freiheiten gelassen werden“, sagt Rosenauer im Gespräch mit pressetext.

Die Eltern sollten von Anfang an dabei sein, damit die Kinder am Ende nicht mehr über Medien wissen als sie selbst. „Wie im realen Leben sollten Eltern auch wissen, wo sich ihre Kinder in der virtuellen Welt befinden. Wichtig dafür ist eine klare Kommunikation und das Aufstellen von altersgerechten Regeln und Benutzungszeiten“, so Rosenauer. Es gibt auch Einstellungen in den Betriebssystemen oder in externen Apps, mit denen Eltern die Kontrolle über das Medienverhalten ihrer Kinder behalten können.

Quelle: Pressetext
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